Karen Witemeyer: „Ganz aus Versehen verliebt“

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Es ist das Jahr 1879. Ein Zug mit wenigen Kindern an Bord rattert durch Texas zu seiner letzten Station Bonham, um die Waisen an neue Eltern zu vermitteln. Doch der Zug entgleist und tötet dabei Hamilton, den heiß geliebten Bruder der vierjährigen Evie. Die beiden Waisenjungen Seth und Zach nehmen sich ihrer an und versuchen, sich von nun an selbst durchzuschlagen.

Fünfzehn Jahre später ist Evie zu einer jungen Frau herangewachsen und lebt zusammen mit ihren „Geschwistern“ auf einer Farm in Pecan Gap. Bei einem Spaziergang entdeckt sie, dass auf dem Nachbargrundstück jemand sein Quartier aufgeschlagen hat. Voll Neugierde versucht sie zu erkunden, wer sich dort niedergelassen hat. So begegnet sie Logan. Sie weiß nicht, dass Logans Eltern ursprünglich die Farm besaßen, auf der sie nun lebt. Er ist gekommen, um sich das zurückzuholen, was einst seine Heimat war …

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es ist zum Teil in bester Westernmanier geschrieben und mit netten Einfällen bestückt. Aber es geht auch um tiefe Werte und Prinzipien. Die Charaktere haben Schwächen und leiden an Krankheiten. Das Buch vermittelt dadurch, dass es nicht darum geht, perfekt sein zu müssen. Wir alle haben unsere Schattenseiten und brauchen uns gegenseitig. Außerdem ist es keine Schande, auch einmal Einschränkungen oder Scham zuzugeben. Das große Thema Vergebung zieht sich durch dieses Buch und gibt dem Leser Anteil am herausfordernden Kampf, auf Rache zu verzichten und eigener Schuld ins Auge zu schauen. Es ist flott und spannend geschrieben und die Autorin versteht es wunderbar, immer wieder Bibelverse gekonnt mit einfließen zu lassen.

Von Ingrid Bendel

Verlag: Francke Buchhandlung GmbH
ISBN: 978-3-9636207-5-1
Seitenzahl: 336
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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