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Vereinte Nationen: Erstes palästinensisches Votum bei den UN

Die Palästinenser haben am Montag zum ersten Mal ihre Stimme bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York abgegeben. Die Versammlung stimmte über einen Richter für das Internationale Verbrecher-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien ab.

Dialog und Versöhnung: Papst besucht heilige Stätten der drei großen Religionen

Papst Benedikt XVI. hat am zweiten Tag seines Israelbesuchs heilige Stätten von Judentum, Islam und Christentum besucht. Bei Treffen mit Vertretern der drei Religionen rief er zu Dialog und Versöhnung auf. An der Klagemauer in Jerusalem hinterließ er einen Zettel mit einem Gebet für Frieden im Nahen Osten. Zuvor hatte er den Felsendom auf dem Tempelberg besucht und den Großmufti von Jerusalem, Muhammad Ahmad Hussein, getroffen. Die Christen in Nahost rief er bei einem Besuch im Abendmahlssaal auf, zum Frieden beizutragen. Seine Rede am Vortrag in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem erntete Kritik und Zustimmung. Bei einer Begegnung mit Vertretern des israelischen Großrabbinats äußerte Benedikt den Wunsch, «das gegenseitige Verständnis und die Achtung voreinander zu vertiefen». Er würdigte Fortschritte im Dialog zwischen dem Großrabbinat und dem Vatikan. Dem Treffen waren Irritationen im jüdisch- hristlichen Verhältnis nach der Teilrehabilitierung des Traditionalistenbischofs und Holocaust-Leugners Richard Williamson vorausgegangen. Der Papst nannte den Einsatz der katholische Kirche für eine nachhaltige Aussöhnung aufgrund der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils «unwiderruflich». Bei seinem Besuch im Felsendom sagte das Kirchenoberhaupt, diese heilige Stätte der Muslime sei ein «Ansporn, Missverständnisse und Konflikte der Vergangenheit zu überwinden» und in einen «ehrlichen Dialog zum Aufbau einer Welt der Gerechtigkeit und des Friedens» einzutreten. Anders als bei seinem Besuch der Hussein-Moschee von Amman zog das Kirchenoberhaupt die Schuhe aus, bevor er das älteste islamische religiöse Gebäude berat. Am Vorabend hatte ein muslimischer Vertreter bei einer interreligiösen Begegnung mit dem Papst einen Eklat ausgelöst. Der Vorsitzende des palästinensischen Scharia-Gerichts, Taisir al-Tamimi, hatte in aggressivem Ton die israelische Besatzungspolitik angeprangert. Das israelische Großrabbinat will den Dialog mit Muslimen so lange unterbrechen, wie Al-Tamimi zu den muslimischen Gesprächspartnern zählt. Im gotischen Jerusalemer Abendmahlssaal sagte Benedikt, der Gegenwart von Christen in der Konfliktregion komme «entscheidende Bedeutung für die gesamte Gesellschaft» zu. Als «loyale und verantwortliche Bürger» müssten die Christen «gemeinsam mit anderen Menschen guten Willens trotz Schwierigkeiten und Einschränkungen ein Klima des Friedens in der Vielfalt» fördern. Der Saal steht an dem Ort, an dem Jesus das Abschiedsmahl mit seinen Jüngern gefeiert haben soll. Der Besuch des Papstes in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem am Montag stieß auf geteiltes Echo. Der Vorsitzende des Beirats der Gedenkstätte, Rabbi Meir Lau, kritisierte, dass Benedikt in Jad Vaschem die deutschen Nationalsozialisten nicht als Täter genannt habe. Zudem habe er die sechs Millionen jüdischen Opfer nicht ausdrücklich erwähnt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland bezeichnete die Botschaft des Papstes als halbherzig «angesichts der noch ausstehenden klaren Distanzierung des Vatikans von der antisemitischen Pius-Bruderschaft, die jüdische Menschen als Gottesmörder bezeichnet». Nach Ansicht der katholischen Deutschen Bischofskonferenz bekräftigte Benedikt XVI. in Jad Vaschem die Verpflichtung zur Erinnerung an den Holocaust. Auch Vatikansprecher Federico Lombardi verteidigte den Papst. Dieser habe bereits bei seiner Ankunft in Tel Aviv ausdrücklich die Schoah und die dabei getöteten sechs Millionen Juden erwähnt. Auch über seine deutsche Herkunft habe Benedikt XVI. in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit mehrfach gesprochen. Der israelische Botschafter im Vatikan, Mordechai Lewy, sagte, die Papstrede in Jad Vaschem sollte als religiöse und nicht als politische Botschaft verstanden werden. Der Vatikan bemühe sich sehr, jedoch «nicht immer mit Erfolg», Peinlichkeiten bei der Nahostreise des Papstes zu vermeiden.

Kirchenpräsident: Konfessionsverschiedene Paare zum Abendmahl zulassen

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hofft, dass Papst Benedikt XVI. bei seiner Deutschlandreise im September konfessionsverschiedene Ehepartner zum gemeinsamen Abendmahl zulässt.

Schwäbisch Gmünd : Kongress „Christenverfolgung heute“ eröffnet

Am Sonntag ist im Christlichen Gästezentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd der Kongress "Christenverfolgung heute" eröffnet worden. Über 500 Teilnehmer tauschen sich bis Mittwoch über aktuelle Entwicklungen bezüglich dieses Themas aus. Prominentester Referent am Sonntag war der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag Volker Kauder.

Nach Skandal: World Vision entlässt 120 Mitarbeiter im Gazastreifen

Die christliche Organisation World Vision hat die Verträge von 120 palästinensischen Mitarbeitern im Gazastreifen gekündigt. Hintergrund sollen die Anschuldigungen gegen einen Mitarbeiter sein, der laut israelischem Geheimdienst Millionen an Spendengeldern veruntreut hat.

Erfurt: Luthers Studentenunterkunft ist nun Pilgerherberge

Die historische Georgenburse in Erfurt ist am Sonntag bei einem Tag der offenen Tür als neue Pilgerherberge in der Thüringer Landeshauptstadt präsentiert worden.

Pfarrermangel: Landeskirche will junge Menschen für den Pastorenberuf gewinnen

Deutschlands größte Landeskirche hat eine Offensive gestartet, um für den Beruf des Pastors zu werben. Hintergrund ist ein möglicher Pfarrermangel: Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover rechnet damit, dass sich die Zahl ihrer derzeit rund 1.800 Pastorinnen und Pastoren nach jetziger Lage bis 2030 halbieren wird.

„Kein Kind ist unzumutbar“: Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Berlin

Mehrere Tausend christliche Abtreibungsgegner und Lebensschützer haben am Samstag in Berlin gegen Abtreibung, pränatale Diagnostik und Sterbehilfe demonstriert. Unter dem Motto "Kein Kind ist unzumutbar" forderten die Teilnehmer ein bedingungsloses Lebensrecht.

Kündigung rechtens: Gruß «Jesus hat Sie lieb» arbeitswidrig

Die Kündigung eines tiefgläubigen Telefonagenten, der sich von Kunden mit einem religiösen Gruß verabschiedet hatte, ist nach Auffassung des Landesarbeitsgericht Hamms rechtmäßig.

USA: Dokumentation über christliche Szene in den USA

Jesus ist überall – zumindest in Amerika. Mit diesem Eindruck und einem Unwohlsein beim Gedanken daran lässt die Dokumentation „American Jesus“ den Zuschauer zurück. Der Film sorgt derzeit für Aufsehen auf Film-Festivals rund um die Welt.