Weitere Meldungen

Mach mal Sonntag: Verein „Andere Zeiten“ startet bundesweite Kampagne

«Mach mal Sonntag» lautet das Motto einer bundesweiten Plakat- und Postkarten-Aktion, die der ökumenische Hamburger Verein «Andere Zeiten» am Donnerstag gestartet hat.

Obama plant keine Gottesdienste zum Gebetstag

Trotz Kritik konservativer Verbände finden im Weißen Haus am Nationalen Gebetstag heute (Donnerstag) keine besonderen Gottesdienste statt.

Psychotherapie-Kongress: Veranstalter und Schwulenverband suchen Dialog

Im Streit um einen Psychotherapie- und Seelsorgekongress in Marburg wegen der vermeintlichen Diskriminierung Homosexueller stehen die Zeichen auf Dialogbereitschaft. Die evangelikale Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) als Veranstalter und der Lesben- und Schwulenverband kommen am 12. Mai in Frankfurt am Main zu einem Gespräch zusammen, teilte APS-Sprecher Frank Fornacon am Mittwoch mit. Ziel des Treffens sei es, klarzustellen, dass die APS nicht schwulen- und lesbenfeindlich sei, sagte Fornacon dem epd. Zudem sei die Akademie jederzeit bereit, an einem anderen Ort zusammen mit dem Schwulenverband eine Veranstaltung zur Homosexualität anzubieten. Die beiden umstrittenen Referenten, Markus Hoffmann von der Organisation «Wüstenstrom» und Christl Ruth Vonholdt vom «Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft», würden wie geplant in Marburg ihre Seminare über «Identität - der rote Faden in meinem Leben» abhalten. Renate Rampf, Pressesprecherin des Schwulenverbandes, äußerte in Berlin «Befremden» darüber, dass die Akademie die Öffentlichkeit vorab über das geplante Frankfurter Treffen informiert habe. Dies zeige, dass es der Akademie weniger um das Gespäch selber gehe, sondern vielmehr um «ein Signal der Gesprächsbereitschaft nach außen». Bei dem Treffen werde der Schwulenverband weiter darauf drängen, dass die beiden umstrittenen Referenten nicht an dem Marburger Kongress teilnehmen, sagte Rampf. Die Akademie wird derzeit von Schwulen- und Lesbenverbänden, studentischen Gruppen und politischen Parteien scharf angegriffen, weil auf dem vom 20. bis 24. Mai stattfindenden Kongress in der Stadthalle und dem Hörsaalgebäude der Universität Hoffmann und Vonholdt auftreten, die das «Umpolen von Homosexuellen» propagierten. Die Marburger Philipps-Universität riskiere ihr Ansehen als wissenschaftliche Institution, wenn sie ihr Hörsaalgebäude zur Verfügung stelle, argumentiert etwa ein Bündnis linker studentischer Gruppen. Auch bei den Grünen und dem FDP-Nachwuchs «Junge Liberale» stößt die Veranstaltung auf Kritik. Unterstützt wird die APS unter anderen von den Freikirchen und einer Initiative «Für Freiheit und Selbstbestimmung». Zu deren Unterzeichnern zählen der Salzburger Weihbischof Andreas Laun sowie der Aschaffenburger CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis. Rückendeckung erhielt der Akademie vom Marburger Universitätspräsidenten Volker Nienhaus. «Es sei keine Umpolungsveranstaltung», betonte er bei einer Senatssitzung. Gleichwohl sei es derzeit ungewiss, ob der Kongress stattfinden könne, da die Gegner sicherlich versuchten, den Auftritt der beiden umstrittenen Referenten zu stören.

Demonstration: Bündnis plant Aktionen gegen Anti-Islam-Kongress in Köln

Mit einer Reihe von Veranstaltungen will das Aktionsbündnis «Wir stellen uns quer. Kein Rassismus in Köln» am Wochenende in Köln gegen den geplanten «Anti-Islamisierungskongress» der rechtspopulistischen Vereinigungen «pro NRW» und «pro Köln» demonstrieren. «Wir werden friedlich, besonnen und demokratisch gegen diesen Kongress demonstrieren», kündigte Andreas Kossiski, Regionalvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), am Mittwoch in Köln an. Unter anderem plant das Bündnis, zu dem sich Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und andere gesellschaftliche Gruppen zusammengeschlossen haben, am Samstag eine Kundgebung auf dem Heumarkt in der Kölner Innenstadt. Das Bündnis rechnet mit 6.000 Teilnehmern. Als Redner werden der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) und Reinhard Bütikofer, Kandidat der Grünen für das Europaparlament, erwartet. Anschließend ist ein die Demonstrationszug geplant. Redner bei der Abschlusskundgebung sind den Angaben zufolge unter anderem der stellvertretende Kölner Stadtsuperintendent Markus Zimmermann, Hannelore Bartscherer, Vorsitzende des Katholikenausschusses der Stadt Köln, und Miguel Freund von der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Unterdessen bestätigte das Verwaltungsgericht Köln das Verbot einer Demonstration von «pro NRW» vor der Moschee in Köln-Ehrenfeld (Az.: 20 L 650/09). Die Polizei hatte die für Samstag geplante Kundgebung wegen «erheblicher Sicherheitsbedenken» untersagt. Die Bewegung kündigte an, gegen die Entscheidung Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster einzureichen. Dort liegt bereits eine Beschwerde von «pro NRW» gegen die Verlegung der Hauptkundgebung des sogenannten «Anti-Islamisierungskongresses» vom Roncalliplatz am Kölner Dom auf den Barmer Platz in Köln-Deutz vor.

Benedikt XVI.: Papst reist erstmals nach Nahost

Papst Benedikt XVI. wird am Freitag zu seiner mit Spannung erwarteten ersten Reise in den Nahen Osten aufbrechen. Bei seinem achttägigen Aufenthalt besucht das aus Deutschland stammende Oberhaupt der katholischen Kirche Jordanien, Israel und die Palästinensergebiete. In der jordanischen Hauptstadt Amman will Benedikt mit König Abdullah II. und seiner Frau Rania zusammentreffen, bevor er auf dem Berg Nebo die Moses-Gedenkkirche besichtigt und zum zweiten Mal eine Moschee besucht. Nach der Regensburger Rede, die wegen islamfeindlicher Zitate weltweit für Aufsehen gesorgt hatte, war der Papst bei seinem Türkeibesuch im Herbst 2006 in Istanbul in die Blaue Moschee gegangen und hatte dort gemeinsam mit dem Mufti der Stadt andächtig verharrt. Für Sonntag ist eine Papstmesse im Stadion von Amman vorgesehen. In Bethanien jenseits des Jordan wird Benedikt anschließend den Ort besuchen, an dem der Tradition zufolge Jesus getauft wurde. In Israel sind von Montag an Begegnungen mit Regierungsvertretern sowie ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem geplant. Der Vatikan hatte in der Vergangenheit irritiert auf eine Bildunterschrift unter einem Foto von Papst Pius XII. reagiert, die diesem Schweigen angesichts der Judenvernichtung vorhält. Benedikt wird den Raum mit der umstrittenen Bildunterschrift vermutlich nicht betreten. In Jerusalem wird Benedikt am Dienstag den Felsendom, eines der wichtigsten Heiligtümer des Islams, betreten. Ebenso wie Johannes Paul II. will der Papst zudem die Klagemauer besuchen. Dort hatte sein Vorgänger im Jahr 2000 ein Gebet um Vergebung für das Leiden von Juden hinterlassen. In Bethlehem sind für den nächsten Tag eine Begegnung mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sowie eine Messe auf dem Krippenplatz vorgesehen. Benedikt wird überdies die Geburtsgrotte und ein Flüchtlingslager besuchen. Einen Tag vor seiner für den 15. Mai geplanten Rückkehr nach Rom wird das Kirchenoberhaupt in Nazareth eine Messe unter freiem Himmel feiern und in einem Kloster mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammentreffen, bevor er die Verkündigungsgrotte besucht. Vor dem Rückflug aus Tel Aviv am Freitag nächster Woche steht ein Besuch der Jerusalemer Grabeskirche auf dem Programm.

Papstbesuch in Nahost

Papst Benedikt XVI. ist am Freitag zu seiner mit Spannung erwarteten ersten Reise in den Nahen Osten aufgebrochen. Bei seinem achttägigen Aufenthalt besucht das aus Deutschland stammende Oberhaupt der katholischen Kirche Jordanien, Israel und die Palästinensergebiete.

«Baba kommt»: Bethlehem putzt sich für Papst-Besuch raus

Bethlehem putzt sich heraus. Plakate kündigen den Papstbesuch an, Falafel-Verkäufer streichen die Türen ihrer Läden an, der Straßenbelag wird ausgebessert. «Baba kommt, » sagt ein Palästinenser, «und mit ihm strömen auch die Touristen in die Geburtsstadt von Jesus.»Der Besuch werde der Wirtschaft einen Anstoß geben, hofft dennauch Achmed, der die Fremden in der Stadt herumführt. Die Christen in Bethlehem freuen sich auf das große Fest, das ihnen am Tag des Besuchs bevorsteht. «Wir haben hier eine spirituelle Verbindung zu den Heiligen Stätten», sagt Wadi Abu Nasar. Er betreut während des Papstbesuchs die Medienarbeit auf der israelischen Seite und ist Sprecher des Lateinischen Patriarchen in Jerusalem: «Deshalb müssen wir die Spuren von Jesus im Heiligen Land bezeugen.»Auf seiner Nahost-Reise verfolge der Papst drei Ziele, meint Abu Nasar. Er wolle die örtlichen christlichen Gemeinden besuchen. Auf dem Programm stehen außerdem ökumenische Begegnungen mit Patriarchen und Bischöfen anderer Kirchen. Zudem suche der Papst den Dialog mit Vertretern des Judentums und des Islam. Es werde vor allem eine religiöse Reise, heißt es in Kirchenkreisen. Der Heilige Vater komme als Oberhaupt der katholischen Kirche und nicht als Oberhaupt des Vatikanstaates.Die Pilgerreise soll den arabischen Christen Zuversicht in einer schwierigen Zeit geben, sagt Fouad Twal, der Lateinische Patriarch von Jerusalem: Der Papst komme ins Heilige Land, «um uns zu ermutigen, unserer Mission und unserem Glauben treu zu bleiben». Der Besuch werde auch der Pilgerindustrie einen Auftrieb geben. Selbst wenn der Papst den Nahen Osten vor allem als Pilger besuche, solle man sich nichts vormachen: «Es gibt eine hundertprozentige politische Dimension», sagt Twal. Wenige Tage vor dem Abflug in den Nahen Osten hat Benedikt XVI. den Generalsekretär der Arabischen Liga, Amir Moussa, in Audienz empfangen.Die Palästinenser erwarten vom Papst denn auch politische Botschaften. So soll er zum Beispiel im Flüchtlingslager Aida sprechen: Dieses symbolisiere «das Recht auf Rückkehr (der Palästinenser) und beinhaltet eine Botschaft des Friedens, der Brüderlichkeit und der Gerechtigkeit,» sagte Twal kürzlich. Benedikt XVI. solle von Bethlehem aus die Welt auf das Schicksal der Palästinenser aufmerksam machen, meint auch ein Geschäftsmann im Zentrum der Stadt: «Wir sind von der Mauer eingeschlossen und von Israel umzingelt.» Was den Tatsachen nicht ganz entspricht: Denn nur wo Bethlehem an israelisches Gebiet grenzt, steht ein Sicherheitszaun.Eine Betonmauer gibt es dort, wo die Grenze parallel zur Straße verläuft. Laut israelischen Sicherheitskräften sollen damit Schüsse auf passierende Fahrzeuge verhindert werden. Palästinenser müssen für die Ausreise israelische Bewilligungen vorweisen und dabei rigorose Kontrollen durch israelische Soldaten über sich ergehen lassen. Zum Papstbesuch will Israel allerdings Reisebeschränkungen für Christen aufheben. Aus dem Gazastreifen sollen rund 100 Katholiken nach Bethlehem reisen dürfen, um an der päpstlichen Messe teilzunehmen.Insgesamt wird der Papst drei Messen lesen. In Jerusalem werden rund 5.000 Gläubige erwartet, in Nazareth zwischen 40.000 und 50.000. Aber nicht alle freuen sich auf den Besuch aus dem Vatikan.«Wir müssen unsere Geschäfte am Tag des Besuchs schließen», klagt etwa Salem Giacman, einer der großen Souvenirverkäufer von Bethlehem. Am Manger-Platz unweit der Geburtskirche führt er einen geräumigen Laden mit Marienbildern, Kreuzen und Krippen. Ungehalten ist Giacman darüber, dass der Papst im Flüchtlingslager zu den Muslimen, die sich Christen aus Bethlehem gegenüber oft schlecht benehmen würden, sprechen wolle. Vertreter der Christen in Bethlehem klagen über feindselige Akte und Einschüchterungen durch die Muslime. Auch von willkürlichen Beschlagnahmungen von Land durch einflussreiche Muslime wird immer wieder berichtet.Die Zahl der Christen in Bethlehem hat denn auch stark abgenommen. Machten die Christen in den 1940er Jahren noch 80 Prozent der Bevölkerung aus, stellen sie heute weniger als 20 Prozent der etwa 28.000 Einwohner. Hunderte emigrieren jedes Jahr ins Ausland.

Bischöfe widersprechen ZdK: Katholiken uneins über christlich-jüdisches Verhältnis

In der katholischen Kirche in Deutschland gibt es weiter Streit über das christlich-jüdische Verhältnis. Bei den katholischen Bischöfen stoße die jüngste Erklärung zur Judenmission des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) auf Ablehnung, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Dienstag in Bonn. Die Erklärung des Gesprächskreises «Juden und Christen» beim ZdK war Anfang April veröffentlicht worden. Der Vorsitzende des Gesprächkreises, Hanspeter Heinz, sagte, die Erklärung sei «das Ergebnis eines jahrelangen Dialogprozesses zwischen Katholiken und Juden», in dem die Treue zur eigenen Tradition nie in Frage gestanden habe. Als Grund für die Ablehnung nannte Zollitsch eine «einseitige Sichtweise und Begrifflichkeit» und «theologische Defizite» in dem Papier der katholischen Laienorganisation. Es werde «dem Christusbekenntnis der Kirche in seiner Fülle nicht gerecht» und stelle die Sendung der Kirche verkürzt dar. Zudem entstehe der Eindruck, als könne der ZdK-Gesprächskreis «mit kirchlicher Verbindlichkeit» dieses theologische Thema behandeln. Dies sei jedoch dem kirchlichen Amt vorbehalten, mahnte Zollitsch. Dem entgegnete Heinz, die Erklärung habe nie den Anspruch erhoben, «ein umfassender theologischer Traktat» zu sein oder im Namen des Zentralkomitees zu sprechen. Sie sei im Kontext früherer Stellungnahmen zu verstehen, in denen sich ausführlichere Aussagen zur «universalen Heilsbedeutung Jesu Christi» fänden. Man dürfe jedoch nicht davon absehen, dass Juden in der Judenmission «eine erneute Bedrohung ihrer religiösen Existenz nach Auschwitz» sähen. Zur Frage, wie die Kirche ihren Verzicht auf Judenmission theologisch rechtfertigen könne, habe der Gesprächskreis einen Diskussionsbeitrag geleistet. Vor Zollitsch hatte bereits der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller Kritik an der Erklärung geübt. Den Titel der Stellungnahme «Nein zur Judenmission - Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen» rügte er als zu «plakativ». In dem Text war die Neuformulierung der lateinischen Karfreitagsbitte durch Papst Benedikt XVI. als missverständlich kritisiert und das Judentum als ein «Heilsweg zu Gott» dargestellt worden. Müller warnte dagegen vor einer Relativierung der «universalen Heilsmittlerschaft Jesu Christi». Der Gesprächskreis ist nach Darstellung seines Vorsitzenden Heinz davon überzeugt, dass Juden und Christen gegenseitig Zeugnis von ihrem Glauben geben und in einen Dialog treten sollten.

Bremen: Straßenfest der Superlative eröffnet Kirchentag

Ein Straßenfest der Superlative mit Musik und Mitmach-Aktionen soll am 20. Mai den fünftägigen Deutschen Evangelischen Kirchentag in Bremen eröffnen. «Wir erwarten bis zu 300.000 Gäste aus ganz Deutschland», sagte Kirchentags-Geschäftsführer Hartwig Bodmann am Dienstag. Auch Bundespräsident Horst Köhler kommt zum «Abend der Begegnung» nach Bremen. An dem Fest zum Kirchentags-Auftakt im Stadtkern zwischen Bürgerweide und Weser beteiligen sich laut Bodmann rund 6.000 Mitwirkende. Das Protestantentreffen dauert bis zum 24. Mai und steht unter der biblischen Losung «Mensch, wo bist du?». Der «Abend der Begegnung» startet zunächst mit drei Eröffnungsgottesdiensten, an die sich ein Musikprogramm von Gospel über Big-Band-Sound, Klassik und Weltmusik bis zum Soulpop von «Echo»-Preisträgerin Stefanie Heinzmann auf elf Bühnen anschließt. «Alles umsonst und draußen», sagte Pastor Horst Janus von der gastgebenden Bremischen Evangelischen Kirche. Ein Pfandsystem für die fast 400 Imbissstände, die während des Abends alkoholfreie Getränke und Spezialitäten aus dem Norden servieren wollen, soll den Müll reduzieren. Das Finale läuten nach 22 Uhr die Glocken der Innenstadtkirchen ein: Auf allen Bühnen beginnt dann der Abendsegen, begleitet durch ein Lichtermeer von 150.000 Kerzen. Die Schweinegrippe ist nach Einschätzung von Bodmann keine Gefahr für die Menschen, die den Eröffnungsabend besuchen wollen. Es gebe «nicht den geringsten Anlass», sich ein Katastrophenszenario auszumalen. Eine Absage von Massenveranstaltungen, wie in Mexiko bereits geschehen, ist auch für die Bremer Gesundheitsbehörde derzeit kein Thema. «Nach allem, was wir momentan über den Virus und seine Verbreitung wissen, ist mit einer derart dramatischen Entwicklung nicht zu rechnen», sagte Sprecherin Petra Kodré

Integration: Christlich-Muslimische Aktionswoche gestartet

Der Verein Christlich-Muslimische Friedensinitiative hat am Dienstag seine bundesweite Aktionswoche gestartet. Diese steht unter dem Motto «Integration gemeinsam schaffen - Kinder und Jugendliche in Deutschland». Der Staat könne Integration nicht verordnen, diese müsse «in der Gesellschaft selbst gelebt werden», sagte der Vorstandsvorsitzende des Vereins und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), in Berlin. Gerade Kinder und Jugendliche erlebten das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Kindertagesstätte, Schule und Freizeit oft viel selbstverständlicher als Erwachsene, fügte Polenz hinzu. Gelungen sei Integration dann, wenn Freundschaften quer durch die Gruppen und Klassen entstünden. Bis 12. Mai soll mit über 60 Veranstaltungen und Projekten in mehr als 20 Städten der Dialog von Menschen unterschiedlicher Religion und Herkunft befördert werden. Im Rahmen der Eröffnung wurden auch die Gewinner des aktionseigenen Plakatwettbewerbs ausgezeichnet. Über 400 Kinder und Jugendliche hätten sich bundesweit an dem Wettbewerb beteiligt, dessen erster Preis mit 1.500 Euro dotiert ist und das Gewinnerbild zum Motiv der Aktionswoche macht. Die Laudatio für die Siegerinnen, drei türkische Grundschülerinnnen aus Marburg im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren, hielt die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU).