Eine zerstörte Straße in Mossul.
Mossul (Foto: picture alliance/Dirk Waem/BELGA/dpa)
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Die Lage für Christen und andere religiöse Minderheiten im Nahen Osten ist weiter angespannt, darauf weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hin. Ein friedliches Weihnachtsfest könnten viele dort nicht feiern, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Im Irak lebten nur noch rund 150.000 Christen (2003: 1,5 Millionen). Und die Verbliebenen fühlten sich „immer unsicherer“, so Dr. Kamal Sido, Nahostreferent der GfbV. Auch andere nicht-muslimische Volksgruppen wie Yeziden, Mandäer oder Baha’i stünden unter Druck.

Ähnlich sei die Lage  in Syrien. Dort hätten mehr als eine Million Christen das Land verlassen. In beiden Ländern agierten sowohl sunnitische als auch schiitische Milizen. Diese seien zwar verfeindet, sich jedoch einig in der Verfolgung religiöser Minderheiten. Viele Christen sprächen inzwischen von einem „neuen Genozid“. „Sie erwarten von den großen christlichen Kirchen in Deutschland, Europa und Amerika mehr Beistand und Solidarität“, betont Sido.

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Eine Schande. Hier sieht man aus den Ländern fast keine Christen. Wo ist hier der Deutsche Staat? Aber so ist das, dem Christlichen Erbe fühlt man sich nicht verpflichtet.

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