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„Es ist wichtig, dass wir als Christen vom Islam wissen“, sagte die Islamwissenschaftlerin und Journalistin Mirjam Holmer bei der Allianzkonferenz in Bad Blankenburg. Für Berührungsängste gebe es keinen Grund. Gleichzeitig riet sie, sich die Unterschiedlichkeit von Islam und Christentum bewusst zu machen. Problematisch sei, dass die islamische Theologe seit dem 12. Jahrhundert nicht revidiert worden sei. Holmer betonte, dass es Verse im Koran gebe, die zur Gewalt aufrufen und diese verherrlichen. „Das macht Muslime aber nicht per se zu Gewalttätern.“

Jede Weltanschauung oder Religion habe das Potenzial, dass sich Menschen ihrer bemächtigten und diese Weltanschauung dadurch zu einem Gewaltfaktor wird. Das erklärte Rudolf Westerheide, Bundespfarrer des Jugendverbandes „Entschieden für Christus“ (EC). Immer wieder hätten Religionen und Weltanschauungen in der Geschichte den Frieden bedroht – sowohl das Christentum als auch Buddhismus oder der Islam. Gewalt im Namen des Christentums – auch wenn es sie gebe – lasse sich aus der biblischen Lehre nicht ableiten. „Das Alte und das Neue Testament im Lichte von Jesus gelesen, verbieten Gewaltanwendung zur Ausbreitung der Religion“, sagte Westerheide.