Weltweit haben Christen am Donnerstag einen Gebetstag zur Bewahrung der Schöpfung gefeiert. Papst Franziskus warnte angesichts eines Verlustes der biologischen Vielfalt und der Zerstörung der Ökosysteme vor Resignation und Gleichgültigkeit.

Die Botschaft des Papstes sei ein wichtiges Signal, erklärte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Es sei von großem Wert, dass der Papst dazu aufrufe, den Lebensstil im Einklang mit der Natur zu gestalten. Ein einfaches „weiter so»“dürfe für Christen nicht infrage kommen.

Nach Veröffentlichung der Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ (Gelobt seist Du) im Jahr 2015 hatte Papst Franziskus den „Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung“ auf den 1. September festgelegt. In Deutschland findet die zentrale Feier zum Ökumenischen Schöpfungstag in diesem Jahr am Freitag in Bingen statt. Veranstalter des Schöpfungstages, der beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag 2010 in München ausgerufen wurde und seither jeweils am ersten Freitag im September begangen wird, ist die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

Auch die Kirche von England rief die anglikanischen Christen weltweit dazu auf, am 1. September für die Bewahrung der Schöpfung zu beten und zu fasten. Die Konferenz Europäischer Kirchen, ein Dachverband von mehr als hundert orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen, unterstützt das Gebet für die Schöpfung ebenfalls.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ruft schon seit einigen Jahren dazu auf, zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober „eine Zeit der Schöpfung abzuhalten“. Im Weltkirchenrat mit Sitz in Genf sind knapp 350 Kirchen mit mehr als 500 Millionen Gläubigen versammelt. Die katholische Kirche ist kein Mitglied, hat aber Beobachterstatus.