Kirchen protestieren gegen AfD-Parteitag in Köln

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Kölner Dom (© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons))
Kölner Kirchen unterstützen den Protest gegen den AfD-Parteitag am Wochenende in Köln. Bei der Kundgebung des Bündnisses „Köln stellt sich quer – kein Rassismus bei uns in Köln“ am Samstag werden auch Vertreter der Kirchen sprechen, wie evangelische und katholische Kirchen am Mittwoch in Köln ankündigten.

Zudem würden Kirchenvertreter während der Demonstration in der Kölner Innenstadt ein Banner mit der Aufschrift „Unser Kreuz hat keine Haken“ gut sichtbar tragen. An dem Protest beteiligten sich die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) engagierten Gemeinden.

Der Kölner Stadtdechant, Monsignore Robert Kleine, erklärte: „Hass, Polarisierung und gegenseitige Abwertung als Mittel von Politik und gesellschaftlichem Diskurs lehnen wir entschieden ab“. Der christliche Glaube verpflichte zu Nächstenliebe, Toleranz und zu einem solidarischen Miteinander. Christen begegneten jedem Menschen mit Respekt vor seiner Würde. Wichtig sei, dass die Demonstration gegen den Parteitag gewaltfrei bleibe und ein positives Zeichen setze, betonte Kleine.

Stadtsuperintendent Rolf Domning erklärte, die Bibel rufe zur Nächstenliebe gegenüber Fremden auf. Christen engagierten sich gegen einen nationalstaatlichen Egoismus. Domning verwies dabei auf eine ungebrochene ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit in den Kirchengemeinden.

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Am Wochenende kommt die AfD in Köln zu ihrem Bundesparteitag zusammen. Dagegen haben mehrere Gruppen Proteste angekündigt. Erwartet werden rund 50.000 Demonstranten.

4 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Wo sind die Proteste der <Kirchen, wenn die LINKE (Ehemals SED) Parteitage abhält?
    Ach so mit der Linken (alt-SED) sind sie einverstanden

  2. Die Kirchen und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) haben zusammen mit Linksradikalen gegen die AfD demonstriert und protestiert. Dabei wurde ein Polizist verletzt, der ein AfD-Mitglied vor einem Demonstranten schützen wollte. Dieser „friedliche“ Demonstrant wollte den AfDler mit einer Holzlatte bearbeiten. Sehen so Proteste für Toleranz und ein friedliches Miteinander aus? Ist es eine friedliche und solidarische Gesellschaft, in der ein politisches Treffen von massiver Polizeipräsenz geschützt werden muss? Ach ja, und die Nazikeule durfte natürlich auch nicht fehlen unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“. Wenn man die AfD (die ich persönlich übrigens auch nicht mag und ich bin auch kein Rechter, damit hier keine Missverständnisse aufkommen…) mit dem Naziregime vergleicht, dann ist das ein Schlag ins Gesicht der Opfer der Nazidiktatur. Wären die beteilöigten Kirche wirklich tolerant, dann würden sie der AfD mit dem gleichen Langmut begegnen wie der Linken, denn „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ (Dieses Zitat von Rosa Luxemburg konnte ich mir nicht verkneifen…)

  3. Ja, der Staat lenkt wohl nicht nur die Medien und Meinungsbildung… scheinbar auch die staatl Kirchen..
    Wo ist da die Trennung der Politik und Kirche…?
    Das ist ein Grund warum ich aus dieser staatl. Kirchenverein raus bin.
    Es gibt sicher noch viele christl. Gemeinden welche die Werte leben aber wie lange noch wenn diese staatlich angegangen werden … schade!

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