Immer mehr Klöster müssen schließen, weil die Mönche fehlen. Pater Nikodemus Schnabel empfiehlt im Interview mit Gabriele Höfling von katholisch.de deswegen, zeitlich begrenzte Klosteraufenthalte anzubieten. Er ist Ordensmann in Jerusalem und derzeit für ein Jahr in Berlin unterwegs.

Die Lebensumstände der Menschen hätten sich so geändert, dass kaum einer sich mehr ein Leben lang binden wolle, so der Mönch. Ein, zwei Jahre in einem Kloster zu verbringen, könnten sich aber viele vorstellen. Dafür müsse es dann jedoch Regeln wie die Mitarbeit beim Klosterleben geben: „Sie tragen Ordenskleidung, haben einen Ordensnamen, nehmen am Stundengebet teil, übernehmen Tischlesungen und Dienste innerhalb des Ordens – wie ein Mönch, nur eben auf Zeit“, sagt Schnabel.

Dass manche Klöster schließen, sieht der Ordensmann nicht zwingend als Problem. Viele Orden hätten ihre Aufgaben erfolgreich erfüllt. Man müsse nicht mehr einem Orden beitreten, um Kranke zu pflegen oder Lehrerin zu werden. Neue Arbeitsfelder, die von Klöstern angegangen werden könnten, seien beispielsweise die der Sterbebegleitung oder die Obdachlosenhilfe.

LINK: Nikodemus Schnabel: „Kloster auf Zeit“ könnte das Zukunftsmodell sein

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