Intubierung eines COVID-Patienten. Beatmung
Intubierung eines COVID-Patienten. (Tempura / E+ / getty Images)

Unser Gastkommentator Bernd Hehner beschreibt sein traumatisches Erlebnis auf der Intensivstation, die Todesangst vor dem Ersticken, das Ausgeliefertsein. Für Coronaleugner hat er kein Verständnis.

Werbung

Rückblende. Mitten in der Nacht werde ich auf die Intensivstation eingeliefert: Mit furchtbarer Atemnot, ich habe Todesangst zu ersticken. Die Ärztin schüttet regelrecht alle Asthmamittel in mich hinein. Aber nichts hilft. Immer habe ich dabei den großen Zeiger der Stationsuhr im Blick, der 5 Minuten braucht um gefühlte 12 Stunden zu überbrücken. Ich liege in meinem Bett mit Katheter, Schläuchen und Sauerstoffmaske. Es piepst und klickt. Und solange das zu hören ist, scheine ich ja noch zu leben. Irgendwann ist alle Angst und Panik von den Beruhigungsmitteln ausgelöscht, ich denke nur noch zeitlupenhaft. Dann wird die Narkose eingeleitet, ein schwarzer Schatten kriecht in mein Bewusstein. War es das?

Wie ein neues Leben fühlt es sich an, als ich 48 Stunden später aus dem künstlichen Koma aufgeweckt werde. Ich darf tief Luft holen, verspeise ein Brötchen und trinke dünnen Krankenhauskaffee. Eine freundliche Krankenschwester ruft zuhause an: „Er ist aufgewacht und hat sogar sofort gegessen.“ Die mich behandelnde Ärztin, eine Mitsängerin aus unserer Kantorei, spricht von einem „kleinen Wunder“. Und ich merke, wie sehr ich doch das Leben liebe. Aber es bleibt eine traumatische Erfahrung mit Albträumen vom Ersticken, begleitet vom Gefühl des Ausgeliefertseins. Ende der Rückblende aus dem März 2001.

Nächstenliebe geht anders

Die Gegenwart. Die Corona-Pandemie. Die Kommentare, Fernsehaufnahmen und Berichte von vollen Intensivstationen rufen alte Traumata hervor. Wer solches durchlebt, muss zwangsläufig ein völlig gestörtes Verhältnis haben zur Marginalisierung der Pandemie – oder gar zu ihrer Leugnung. Es fällt mir schwer, Freiheitsrechte angemessen aufwiegen zu können gegen eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Daher mein Credo: Impfen, impfen und nochmals impfen. Alle andere Maßnahmen sind sinnvoll, aber haben nur flankierenden Charakter. Gott trug mich 2001 durch ein tiefes Tal. Ich möchte nicht, dass meine Mitmenschen in dieser Coronapandemie infiziert werden und womöglich selbst auf der Intensivstation landen. Denn: das höchste irdische Gut ist die Gesundheit.

Werbung

Denjenigen, die sich über geltende Regeln zur Eindämmung der Pandemie hinwegsetzen, weil sie zum Beispiel endlich mal wieder feiern möchten, rufe ich daher mit voller Überzeugung zu: „Was macht ihr da nur“? Nächstenliebe geht anders! Es ist der Verzicht auf ein normales Leben – um Leben zu erhalten. Leben ist auch möglich, wenn ich auf Kontakte verzichte. Ja, dies fällt auch mir sehr schwer. Aber Jesus hat für unser Heil auf alles verzichtet, nämlich auf sein Leben.

Meine zweite Impfung steht an, dafür bin ich sehr dankbar.


Bernd Hehner war 40 Jahre lang Verwaltungsmitarbeiter in der Diakonie in Bad Ems und fast ebenso lange ehrenamtlich im Kirchenvorstand seiner Kirchengemeinde tätig.

Kommentare auf unserer Webseite Jesus.de geben die Meinung des/der jeweiligen Autors/in wieder, nicht zwangsläufig die der gesamten Redaktion.

34 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Dana Ottmann. 32 Jahre alt. Sie hat sich impfen lassen. Keine Vorerkrankungen. Eine Woche später war sie tot. Mittlerweile hat die Gerichtsmedizin den Beweis erbracht, dass es an der Impfung lag. Hirnblutung.

    „Impfen, impfen und nochmals impfen“ ist mir zu platt. Jeder muss sein persönliches Risiko abwägen und dann entscheiden. Für den einen oder die eine ist die Impfung vielleicht der Weg, sich nicht impfen zu lassen ist aber auch o.k. Und nicht alle Kritiker der Corona-Maßnahmen sind Verschwörungstheoretiker und marginalisieren und leugnen.

    Ich respektiere die Erfahrungen in dem obrigen Artikel. Es gibt aber auch andere und wir sollten mit dem schwarz-weiß Denken aufhören. Eine differenzierte Betrachtungsweise, in der auch kritische Stimmen aus der Wissenschaft gehört werden, wäre angebracht. Haben unsere Politiker aber leider nicht hinbekommen.

    Übrigens: Der vielgeschmähte Prof. Bhakdi hat genau die eingetretenen Nebenwirkungen vorhergesagt und wurde dafür verlacht.

    • Der Fall von Frau Ottmann ist in der Tat tragisch. Sie ist einer dieser seltenen Thrombosefälle bei AstraZeneca..

      Diesem stehen aber bisher 85.000 Tote mit Corona in Deutschland entgegen.

      Impfen ist nicht risikofrei und das behauptet auch niemand. Impfen ist aber in der Risikoabwägung deutlich besser als Nichtimpfen.

      Man schaue nur mal nach Brasilien, dann sieht man, was passiert, wenn Impfgegner das Sagen haben.

      Und zu Prof. Bhakdi:
      „In dem zitierten Interview kritisiert auch Bhakdi die Reaktionen auf das Auftreten des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 scharf. »Ich finde sie grotesk, überbordend und direkt gefährlich«, sagt er mit Blick auf staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie. Nach seiner Meinung treten bei 99 Prozent der Infizierten lediglich leichte oder gar keine Symptome auf. Nur bei weniger als 1 Prozent komme es zum Ausbruch einer Krankheit.

      Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeichnen hingegen ein anderes Bild. Danach erkranken zwischen 51 Prozent und 81 Prozent der Infizierten. Bis zu 20 Prozent der Erkrankungen verlaufen schwer bis lebensbedrohlich.“
      Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/meinungen-am-rande-des-mainstreams/seite/2/

      Insofern wäre ich mit seinen Vorhersagen eher vorsichtig.

      • Danke Dan Voss. Stimme ihnen voll zu was sie geschrieben haben.

        An Jörg.
        Prof. Bhakdi ist ein deutscher Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. Er hat Zehntausende Schüler an einer Universität ausgebildet. Heute wird er als Verschwörungstheoretiker differmiert! Das ist eine Frechheit wie ich finde, da er ein Experte in diesem Fach ist! Es muss eine öffentliche Diskussion geführt werden, wo auch kritische Stimmen zu Wort kommen müssen und sie nicht unterdrückt werden, wie es leider heute geschieht! Die 85.000 Corona Toten ist auch anzuzweifeln, da man auch sehen muss ob sie an oder mit Corona gestorben sind! Corona muss nicht zwangsläufig die Todesursache gewesen sein. Oft reicht schon bei älteren kranken Menschen eine normale Grippe aus, damit sie sterben!
        Die Frage die wir uns stellen müssen ist doch: Ist das Nutzen einer Impfung größer als das Risiko?
        Meiner Meinung nach ist dies nicht der Fall, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden ob er sich Impfen lässt oder nicht! Bis heute sind die Nebenwirkungen vor allem die Langzeitnebenwirkungen nicht bekannt!

        • Ich diffamiere ihn nicht, ich habe per Zitat aufgezeigt, dass er bei den Fakten sehr daneben lag. Wo siehst du da die Diffamierung?

          Sicherlich ist er ein anerkannter Fachmann. Das sind aber die vielen Epidemiologen und Fachwissenschaftler, die hier eine andere vollkommen andere Meinung als er vertreten, auch. Er vertritt eine sehr kleine Mindermeinung und die Fakten widerlegen ihn inzwischen.
          Das er der Liebling der Coronaleugner ist, ist dennoch nicht verwunderlich. Wirkliche Fachleute, die Corona klein reden oder leugnen muss man eben mit der Lupe suchen.

          > Die 85.000 Corona Toten ist auch anzuzweifeln
          Nein, sind sie nicht. Dieses Argument galt mal anfangs, weil in Deutschland jeder, der Corona hatte und gestorben ist, als Corona-Toter gezählt wurde (mit Ausnahme von Hamburg, die von Anfang an obduziert hatten).

          Nun waren die Hamburger Zahlen nicht sehr viel anders als im Rest der Republik, obwohl man dort schon genau sagen konnte, ob jemand mit oder an Corona verstorben ist.

          Inzwischen gibt es mehrere Untersuchungen dazu, z.B. von der Uni Kiel oder eben vom Hamburger UKE. Ich meine, es gibt inzwischen auch schon britische Studien dazu.

          Das Ergebnis: Zwischen 85 und 93 % sind an und nicht nur mit Corona gestorben.

          Insofern ist Dein Argument überholt und widerlegt.

          Beispielquelle: https://www.mdr.de/brisant/corona-todesursache-100.html

          • Hallo Jörg, ich habe ihnen keine Diffamierung vorgeworfen, es war nur eine allgemeine Feststellung.
            Zu den Corona-Toten finde ich es verwunderlich, das die Statistik etwas anderes sagt: https://www.heise.de/tp/features/Keine-Uebersterblichkeit-trotz-Covid-5001962.html?seite=all
            kleine Rechnung für 2020 mit Einbeziehung der Demografie:
            erwartete Todesrate: 972.000
            tatsächliche Todesrate: 982.000
            macht ein Unterschied von 10.000 mehr als erwartet -> liegt aber noch im normalen Bereich. Da ist es schon etwas verwunderlich das so viele nur wegen Corona gestorben sind?
            Ich will Corona keineswegs verharmlosen und ist auch nicht vergleichbar mit einer normalen Grippe, aber es ist auch nicht das Killervirus, das man jetzt so eine Hysterie und Panik schieben müsste, wie es aktuell geschieht!
            Meiner Meinung nach sind die Folgen der mRNA-Impfung schlimmer als das Coronavirus selbst.
            Ich weiß, das sie anderer Meinung sind, und toleriere ihre Meinung auch!
            Jeder muss diesbezüglich für sich selbst entscheiden. Ich kann da nur sagen, das die Zeit es offenbaren wird!

            • Die Zeit hat es in anderen Ländern längst offenbart.

              Corona ist hier in Deutschland nicht das Killervirus (im Gegensatz zu Brasilien, Indien und z.B. den USA), weil die hiesigen Maßnahmen relativ gut wirken, die Coronaleugner und -verharmloser ja so ablehnen.

              > Meiner Meinung nach sind die Folgen der mRNA-Impfung schlimmer als das Coronavirus selbst.

              Diese Meinung kann man haben. Sie widerspricht nur allen Fakten.

      • Wir haben laut RKI mittlerweile 50.000 Impfnebenwirkungen , etwa 3.500 davon schwer und 500 Tote. Auf 85.000 Corona-Tote kommt man nur, wenn man nach Beendigung des ersten Corona-Jahres einfach weiterzählt und auch alle, die mit Corona verstorben sind, hinzurechnet. Die aktuelle Übersterblichkeit gibt nämlich keine 85.000 Toten her. Das ist beides hochgradig unseriös. Und langfristige Impfnebenwirkungen sind noch gar nicht eingepreist. Das ganze ist eine Blackbox…

        • Merkwürdig, bei Coronatoten sind es natürlich keine wirklichen Coronatoten (obwohl man inzwischen weiß, dass das zwischen 85 und 92 % doch sind),

          aber die Toten nach Impfungen sind natürlich alles Impftote.

          Du währest einen Hauch seriöser, wenn Du dir nicht so offensichtlich selbst widersprechen würdest.

          Hier mal die Fakten (die übrigens nicht vom RKI kommen. Derartiges wird vom PEI untersucht):

          „Dem Paul-Ehrlich-Institut wurden 524 Todesfälle (0,0018 % der geimpften
          Personen) in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung bei Personen im
          Alter von 24 bis 102 Jahren gemeldet. Der Median des Alters betrug 84 Jahre, das
          mittlere Alter 82 Jahre. 405 Todesfälle betrafen Personen, die mit Comirnaty
          geimpft worden waren. Bei 61 gemeldeten Todesfällen war nicht angegeben, mit
          welchem COVID-19-Impfstoff geimpft worden war. In zehn Fällen verstarben
          Personen nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Moderna und in 48 Fällen
          verstarben Personen nach Impfung mit Vaxzevria. 58 der 524 gemeldeten
          Todesfälle bezogen sich nicht auf eine Impfnebenwirkung, sondern auf eine
          COVID-19-Erkrankung, davon 52 nach Comirnaty, zwei nach Vaxzevria und in vier
          Fällen war der Impfstoff nicht spezifiziert. Bei der überwiegenden Mehrzahl der
          verstorbenen Personen bestanden multiple Vorerkrankungen, wie z. B.
          Karzinome, Niereninsuffizienz, Herzerkrankungen und arteriosklerotische
          Veränderungen, die vermutlich todesursächlich waren. Ein jüngerer Patient
          verstarb nach Impfung mit Comirnaty vermutlich an den Folgen seines
          Drogenkonsums. Vierzehn Patienten, die mit Vaxzevria geimpft wurden,
          verstarben in der Folge eines TTS (siehe unten). Vier weitere, mit Vaxzevria
          geimpfte Patientinnen (drei Frauen in der Altersgruppe < 60 Jahre, eine Patientin
          in der Altersgruppe 60+) verstarben an einer Hirnblutung bei gleichzeitiger
          Thrombozytopenie"
          Quelle: https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-30-04-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5

          Zusammengefast: Einige der 524 Toten sind nicht an der Impfung sondern an Corona gestorben. Und bei der Masse weiß man nicht, ob es einen Impfzusammenhang gibt.

    • und wie viele Leute sind an Corona gestorben? zehn? zehntausend? fünfzigtausend? und das nur in D?

      • Und 80 Millionen leiden unter Lockdown und tausende fallen in Depressionen.

        Es gibt sehr sehr viele Opfer!

        • Unbestritten gibt es Opfer durch die Coronamaßnahmen (ich würde da an erster Stelle die Schulkinder nennen). Deshalb gehören die Maßnahmen auch regelmäßig in Art und Umfang auf den Prüfstein. Was auch geschieht.

          Und es war ganz sicher in der Rückbetrachtung auch nicht alles richtig und manches hätte man meines Erachtens mit etwas Nachdenken auch schon vorher besser machen können.
          Eine derartige Situation ist aber auch für politisch Handelnde neu.

          Was wäre aber denn die Alternative? Die Lockdowns wirken, das wissen wir.

          Sie wären übrigens nicht nötig, wenn sich die Gesamtbevölkerung vernünftig verhalten würde. Letztlich haben wir also den Lockdown den Coronaleugnern und unvernünftig Handelnden zu verdanken. Auch darüber sollte man mal nachdenken.

          Wie in Brasilien nichts machen? Dort ist bisher 0,5 % der Bevölkerung (ca. 400.000 Menschen) an Corona gestorben. Und es werden leider wohl noch viel mehr, weil der coronaleugnende Präsident Lockkdownmaßnahmen und sogar Impfen ablehnt.

          Es gibt keinen Weg, der keine Opfer abverlangt. Daher muss der Weg gegangen werden, wo die Opfer noch vertretbar sind. Und das ist sicher nicht der Weg der Coronaleugner und Impfgegner.

      • Das weiß man nicht, da mit und an Corona Verstorbene einfach zusammengerechnet werden. Die Übersterblichkeit in Deutschland gibt keine 85.000 Corona-Tote her.

        • Logisch gibt sie es nicht her, weil wir z.B. nahezu keine Grippetoten haben, da die Coronamaßnahmen die Grippewellen haben ausfallen lassen. Auch Verkehrsunfälle wird es wegen geringerer Mobilität weniger geben. Übersterblichkeit (die in der ersten Jahreshälfte 2020 deutlich feststellbar war) differenziert hier nicht.

          Willst Du die Coronatoten wirklich weiter leugnen? Meinst Du, dass was derzeit in Brasilien und ähnlichen Ländern läuft und was sich in Deutschland auf den Intensivstationen abspielt, ist normal?

          • Die Belegung auf den Intensivstationen ist nach dem Deutschen Intensivregister seit einem Jahr konstant. Die Schwankungen sind gering. Die Probleme auf den Stationen treten auf, weil wir Krankenhäuser geschlossen und Personal abgebaut haben. Allein von Sommer 2020 bis Frühjahr 2021 wurden bundesweit 6000 Intensivbetten zurückgebaut. Die gleichen Schwierigkeiten auf den Stationen hatten wir auch schon 2017/18. Hat nichts mit Corona zu tun.

            • 2017/2018 gab es noch gar kein solches Register. Das wurde erst wegen Corona geschaffen.

              Ja, im Sommer 2020 wurde zurück gebaut, weil vorher drastisch aufgebaut wurde und dann das Ende der 1. Welle war. Es wurde allerdings so zurück gebaut, dass man schnell wieder hochfahren konnte.

              Wieso verdrehst Du hier eigentlich ständig die Fakten und spielt die Gefahr herunter? Was hast Du davon?

              Mich würde da mal die Motivation interessieren.

              Die Überlastung der Krankenhäuser durch Corona ist allgegenwärtig und von vielen Krankenhauspersonal bestätigt.. Das zu leugnen ist ja schon Trumpismus.

          • Dann müssen ja 70.000 Personen weniger an Grippe und Verkehrsunfällen gestorben sein. Das ist aber arg unrealistisch 😉

            • Laut statistischem Bundesamt gab es zB 2020 eine Übersterblichkeit von rund 48.000 Menschen in Deutschland. RKI brachte 38.000 mit Corona in Verbindung. Laut ifo-Institut ging ein Großteil davon auf die Gruppe 60+ zurück, vor allem 80+. Inzwischen sinkt die Quote dort, wohl auch durch die Impfungen. Zumindest wird dies bei 80+ als einer der Gründe genannt. Seit Februar ist die Übersterblichkeit nicht mehr messbar. In anderen Ländern wie z.B. Italien, Russland oder den USA gab es eine deutliche Übersterblichkeit. Warten wir mal auf Brasilien. Euromomo bietet grafisch aufbereitet daten zur Übersterblichkeit in den europäischen Staaten. da sticht das Frühjahr 2020 deutlich bheraus. MfG, die Redaktion

            • Liebes Jesus-Team, das stimmt so nicht, auch wenn es einige Medien so berichten und damit Falschinformationen an die Bevölkerung weitergeben. Das Problem ist, das diese die Demografie nicht mit einberechnet haben in die Statistik. Wird dies getan, kommen ganz andere Zahlen heraus -> siehe mein Kommentar oberhalb.

            • Wir denken schon. Aber was sagen Sie eigentlich beim Blick hinaus in die Welt? Überall „Fehlinformationen“? Deutschland ist zumindest im Vergleich einigermaßen gut durch diese Krise gekommen – wobei jeder Tote einer zuviel ist. Aber der Vergleich mit anderen Länder zeigt sehr deutlich, dass es sehr viel schlimmer kommen kann. Siehe Italien in der Frühphase. Siehe England. Siehe jetzt Indien. Etc., etc. Wie ist das zu erklären? Was ist eigentlich Ihr Vorschlag? Keine Anti-Corona-Maßnahmen? Keine Impfungen? Und alles wird gut? Falls ja, das hielten wir für verantwortungslos. Oder was wäre Ihr Vorschlag? Was wäre Ihrer Meinung nach sinnvoll? Das würde uns interessieren. MfG, das Jesus.de-Team

            • Ich habe speziell für Deutschland geredet und da sind die Daten eben nicht korrekt wiedergegeben vom RKI…

              Zu den Maßnahmen, würde ich den Schwedischen Weg gehen und nicht die Wirtschaft an die Wand fahren. Corona soll man nicht verharmlosen, aber auch nicht gefährlicher machen als es ist!
              Zu den Impfungen habe ich schon alles gesagt: Ich stehe dem skeptisch gegenüber aufgrund der Neuartigkeit des Impfstoffs und da man nicht absehen kann, welche Nebenwirkungen er entwickeln wird, da er nicht erprobt ist. Da muss jeder selber für sich entscheiden!

              Im Rückblick werden wir schlauer sein. Es geht ja auch nicht darum wer Recht hat, sondern es geht hier um das Leben und die Gesundheit von Menschen und welche Maßnahmen noch Verhältnismäßig sind!

            • Zum schwedischen Weg:
              Ob dieser mit Deutschland vergleichbar ist, ist fraglich, die Länder sind sehr unterschiedlich von der Struktur. Vergleicht man ihn mit Finnland und Norwegen, die sehr strenge Regeln und die niedrigsten Todeszahlen in Europa haben, so hat Schweden im Verhältnis mit bisher 13.000 Toten bei ca. 10 Mio Einwohnern eine der höchsten Todesraten Europas.

              Wobei die Maßnahmen in Schweden gar nicht so viel anders sind. Nur sind diese eben reine Empfehlungen. Auch fehlt Schweden die rechtliche Handhabe, ein Notstandsrecht, auch über das Infektionsgesetz, fehlt Schweden. Sie können also oft gar nicht anders.

              Ob in Deutschland reine Empfehlungen ausreichen? Das kann man wohl Verneinen mit Blick auf Teile der Bevölkerung, denen es an Einsicht mangelt. Oder mit Blick auf dieses Forum.

    • Neu-religiöse Sekten, Evangelikale und rechte Katholiken, treten bei der Bewegung der sogenannten „Corona-Leugner“ häufig als Wortführer in Erscheinung.

  2. Danke für diesen Erfahrungsbericht von Bernd Hehner. Hier hat sich wohl ein Druckfehler eingeschlichen.
    Da es im März 2001 noch kein Corona gab (diese Jahreszahl steht hier 2 mal), kann es wohl nur März 2020
    oder 2021 gewesen sein !

    • Hallo Frau Bremer. Nein, alles richtig. Für Bernd Hehner waren die verhangenen 14 Monate eine „Dé·jà-vu“-Erfahrung. Sein eigenes Erlebnis datiert aus dem Jahr 2001. Da das anscheinend nicht klar genug war, haben wir das Wort „Rückblende“ jetzt noch vor dem ersten Absatz ergänzt. MfG, dkie Redaktion

      • Vielleicht könnte dann noch ein Grund für die Atemnot in 2001 genannt werden? Und bitte das Wort „Rückblende“ korrigieren… 😉 Danke!

  3. Es gibt eigentlich keine Cotonaleugner und dieser Artikel ist für mich ein typisches Beispiel dafür wenn man aufgehört hat anderen zuzuhören.

    Warum ist das zuhören so schwer und warum diese Empörung über andere dir ich nicht kenne?

    Ich verstehe es nicht. Gerade wir Christen sollten doch zuhören können.

    PS: … ich bin keiner Schublade zuzuordnen. Ich hatte Corona, es war übel. Ich bin geimpft. Aber ich habe nicht verlernt zuzuhören

  4. Impfkritiker und vor allem Impfgegner liefen vor der Corona Pandemie zu Hochform auf. Sie konnten ihren Einfluss laufend ausbauen, weil die Skepsis gegenüber Impfungen immer breiter Bevölkerungskreise erfasst hatte. Die Corona-Krise macht jedoch deutlich, wie wichtig Impfstoffe im Zeitalter der globalen Mobilität sind. Und in Zukunft wohl erst recht sein werden.

  5. Die Coronaleugner und Impfgegner werden wohl erst dann umdenken, wenn die Krankheit sie selbst eiskalt erwischt hat. Vielleicht denkt der ein oder andere an der Beatmungsmaschine noch mal nach, ob das Feiern und der Auslandsurlaub das wert war.

    • Wie die Fälle von Trump oder noch mehr diesem Bundestags-AfD-Abgeordneten (der vorher sogar mit löchriger Maske reden wollte) zeigen, reicht wohl selbst das bei einigen nicht.

  6. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in einem Bulletin im Oktober 2020 festgestellt, dass die durchschnittliche Überlebensrate von Covid-19-Erkrankten bei 98,3% liegt.

    Und wir wollen im hochtechnisierten Deutschland 85.000 Corona-Tote haben? Unmöglich.

    Diejenigen, die die Coronamaßnahmen kritisieren und die derzeitig verfügbaren Impfungen ablehnen, sind auch keine Coronaleugner oder Impfkritiker. Sie kritisieren einige Maßnahmen und lehnen experimentelle Impfstoffe ab, bei denen Langzeitnebenwirkungen völlig unbekannt sind. In der Regel dauert es zwischen 5 und 10 Jahren, einen neuen Impfdstoff zu entwickeln. Und wir wollen das in weniger als einem halben Jahr schaffen? Das ist äußerst fragwürdig. Und das darf man hinterfragen.

    Der Artikel hier ist mir zu schwarz-weiß. Auf einen konventionellen Impfstoff zu warten ist z.B. auch eine Option…Maßnahmen einzuhalten, aber eine nächtliche Ausgangssperre abzulehnen, ist auch eine Möglichkeit. Es gibt auch eine Grauzone, lieber Herr Hehner und liebe Schreiber im Forum…

    • Lieber Herr Grote, natürlich können Sie das anders sehen – und was die Maßnahmen betrifft, werden wir erst mit Abstand wissen, was sinnvoll und hilfreich war. Die nächtliche Ausgangssperre beispielsweise ist zurecht umstritten.- Aber der Blick in medizinisch schlechter aufgestellte Länder (siehe Indien) zeigt sehr deutlich, wie gefährlich die Lage ist. Siehe auch Italien oder England in der Frühphase. Die sich stapelnden Särge in NewYork? War das nicht auch „unmöglich“, im modernsten Land der Welt? Übrigens handelt es sich bei dem Artikel von herrn Hehner um einen Kommentar. Da geht es nun einmal um Meinung. MfG, das Jesus.de-Team

    • > Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in einem Bulletin im Oktober 2020 festgestellt, dass die durchschnittliche Überlebensrate von Covid-19-Erkrankten bei 98,3% liegt. Und wir wollen im hochtechnisierten Deutschland 85.000 Corona-Tote haben? Unmöglich.

      Wieso unmöglich? 3,6 Mio. nachweislich Erkrankte (plus wohl viele, bei denen es nicht offiziell festgestellt wurde).

      1,7 % von 3,6 Mio sind 61.200

      Ich würde sagen, das ist wohl fast eine Punktlandung.

      Quelle der Zahlen: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Comments are closed.