Die staatlich angeordnete Schließung bringt manche Händler in Existenznot. Betroffen ist auch der Buchhandel. Der Laden in unserem Verlagshaus ist seit heute geschlossen.
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Von Martin Gundlach

Mein Buchladen hat geschlossen! Natürlich nicht „mein“ Laden, sondern der Laden, in dem ich beraten werden und in dem ich gerne Zeit verbringe. Seit heute ist er geschlossen, Corona-bedingt, bis Ende April, vielleicht länger. Woher bekomme ich jetzt meine Bücher? Ich ahne, was ich jetzt für „meinen“ Buchladen tun kann. Nämlich mich dem Impuls zu verweigern, meinen Lesestoff bei einem der Mega-Anbieter zu bestellen. Sondern stattdessen etwas für meinen Laden vor Ort zu tun.

Denn ich ahne: Die Corona-bedingte Schließung bringt viele Läden in existenzielle Krisen.

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Die allermeisten Buchläden haben inzwischen neben dem Ladengeschäft auch einen Digitalverkauf. Wer dort auf der Internetseite des lokalen Händlers einkauft, unterstützt den Laden vor Ort — in meinem Fall ist das der SCM-Shop in Witten. Das kostet mich vielleicht ein bisschen mehr Zeit, bis ich am Ziel bin. Das ist bei manchen Anbietern wenig komfortabel — und die Lieferung wird hier und da auch länger dauern. Aber: Wer seinen Buchladen liebt und ihn durch die Krise begleiten will, sollte diese Schmerzen jetzt auf sich nehmen.

Martin Gundlach ist Redaktionsleiter im SCM Bundes-Verlag, zu dem auch Jesus.de gehört.

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