Kommt das Verhüllungsverbot in die Schweizer Verfassung? (pro)

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Am Sonntag stimmen die Schweizer über ein Verbot der Ganzkörperverhüllung in Restaurants, Läden und auf Straßen ab. Initiiert wurde die Abstimmung von dem Schweizer Verein Egerkinder Komitee, der damit argumentiert, die Verhüllung symbolisiere die Unterdrückung der Frau und passe nicht in eine freiheitliche Gesellschaft. Ein Verbot könne helfen, Kriminalität zu bekämpfen.

Gegner verweisen auf die generell islamfeindliche Haltung der Initiatoren und sehen in der Forderung keinen Beitrag zur Gleichstellung der Frau. Außerdem gehörten Kleidervorschriften nicht in die Verfassung. Ein Verbot würde nur den antimuslimischen Rassismus befeuern, fürchten manche.

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2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Gott sei Dank haben die Schweizer das Verhüllungsverbot gewählt ! Wir haben bereits fast tausend Moscheen in Deutschland dies reicht ! Im Gegensatz hat die Türkei keine katholischen Gotteshäuser genehmigt ! Wo ist hier die Gleichberechtigung ?

    • Sehr geehrter Herr Reeß, was hat Kirchenbau in der Türkei mit dem Verhüllungsverbot in der Schweiz oder dem Moscheebau in Deutschland zu tun? Sollen wir Sie im Umkehrschluss so verstehen, dass die Schweizer das Verhüllungsverbot aufheben sollten, sobald in der Türkei wieder Kirchen gebaut werden? Oder dass für jede neu gebaute Kirche in der Türkei in Deutschland eine weitere Moschee gebaut werden könnte? Da erscheint uns Ihr Gedankengang nicht ganzs schlüssig. Einerseits lehnen Sie ja mehr Moscheen ab. Andererseits pochen Sie auf Gleichberechtigung – aber dann stünde ja die Frage im Raum, ob im Rahmen dieser Gleichbehandlung doch mehr Moscheen gebaut werden könnten.
      Nebenbei bemerkt: 2019 wurde in der Türkei erstmals seit 1923 ein Kirchbau genehmigt. Und nun? Verstehen Sie uns nicht falsch, die Unterdrückung und in etlichen Ländern auch Verfolgung von Christen ist ein riesiges Problem. Aber solche internationalen Vergleiche bringen uns oft nicht weiter. Man stelle sich vor, Deutschland würde die Gültigkeit der Menschenrechte für Bürger bestimmter Staaten aussetzen, weil in diesen Ländern die Menschenrechte verletzt werden. Mit freundlichen Grüßen, das Jesus.de-Team

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