Kopten in Ägypten sitzen zwischen den Stühlen (katholisch.de)

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Bischof Anba Damian von der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland (Bild: epd-Bild/ Andreas Fischer).
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Die Situation der Kopten in Ägypten ist kompliziert. Aber wieso eigentlich? Christoph Paul Hartmann erklärt auf katholisch.de, wer die Kopten sind und wie komplex ihre Stellung im Land ist.

Bereits wenige Jahrzehnte nach Christi Geburt entwickelte sich der christliche Glauben in Ägypten. Weil die Kopten im Gegensatz zur restlichen Kirche davon ausgingen, dass die göttliche und die menschliche Seite Jesu eine Einheit sind, spalteten sie sich ab. Zeitweise waren die meisten Ägypter Christen. Das änderte sich erst um das Jahr 640 n.Chr.

Heute haben die Kopten immer wieder mit Diskriminierung zu kämpfen. Regelmäßig kommt es zu Anschlägen auf ihre Kirchen, Schulen und Kindergärten. Auch staatlich werden sie ausgegrenzt. Sie dürfen beispielsweise keine höheren Posten im öffentlichen Dienst belegen. Auf der anderen Seite bestehen enge Verbindungen zwischen den Kopten und der ägyptischen Regierung. Das wiederum macht sie zur Zielscheibe islamistischer Gruppen, die sich als Opposition zur Regierung verstehen.

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Trotz allem gebe es keine Verfolgung der Kopten, schlussfolgert der Autor. Die Christen werden nicht an der Ausübung ihres Glaubens gehindert. Wohl aber haben sie keinen leichten Stand in der Gesellschaft.

LINK: Kopten in Ägypten sitzen zwischen den Stühlen