Kristi Ann Hunter: „Entführung ins Glück“

0

Lady Miranda Hawthorne wurde ihr ganzes Leben lang ausgebildet, eine Dame zu sein und perfekte Manieren an den Tag zu legen, um einen standesgemäßen Ehemann zu finden, aber im Inneren ist sie freiheitsliebend und abenteuerlustig. Da sie bereits in ihrer Kindheit unter den Erziehungsmethoden ihrer Mutter litt, begann sie im Alter von acht Jah­ren, Briefe an den Herzog von Marshington zu schreiben, den besten Freund ihres Bru­ders Griffith. Griffith schrieb ihr damals Briefe aus Oxford und berichtete darin von den Streichen seines besten Freundes, in dem Miranda eine verwandte Seele zu finden glaub­te. Da sie den Mann nie wirklich traf, hatte sie nicht die Absicht, jemals die Briefe abzu­schicken und ist entsetzt, als der geheimnisvolle neue Diener ihres Bruders, Marlow, irr­tümlich einen der Briefe an den ahnungslosen Herzog sendet.

Schockierenderweise reagiert der Herzog mit einer Antwort auf diesen Verstoß, was bald zu ei­ner lebhaften Korrespondenz führt. Dabei ahnt sie nicht, dass dieser Herzog jemand ist, den sie tatsächlich kennt und oft in engem Kontakt steht. Die Unsicherheit über ihren bis­herigen Mangel an Freiern wird bald zu Verwirrung, denn Miranda fiebert nicht nur immer wieder den Briefen entgegen, sondern fühlt sich gleichermaßen von Marlow, dem neuen Kammerdiener ihres Bruders, angezogen, der sich so gar nicht wie ein Kammerdiener ver­hält. Mit Marlow kommen Abenteuer und Herausforderungen in Mirandas Leben und zum Schluss kommt nochmal insbesondere Spannung auf, wer hinter den Drohungen steckt, die sowohl den Herzog von Marshington als auch Lady Miranda erreicht haben.

Diese vor uns liegende Geschichte ist eine bunte Mischung aus Spannung und Romantik und ist manchmal herrlich unberechenbar und humorvoll. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und flüssig. Die Handlung fließt so dahin, es ist eine Geschichte ohne großen Tief­gang, aber zur Entspannung und absolutem Vergnügen bestens geeignet. Die Charaktere der Protagonisten sind gelungen und liebevoll aufgebaut. Für einen Roman, der in einem christlichen Verlag erschienen ist, spielt der Glaube eher eine untergeordnete Rolle und dies auch erst in der 2. Hälfte des Buches.

Werbung

Obwohl das Buch zwischendurch mit kleinere Längen zu kämpfen hat und hin und wieder bestimmte Szenen übertrieben erscheinen, so ist doch eine unterhaltsame Story entstan­den, die ich gerne weiter empfehle.

Von Ingrid Bendel

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien
ISBN: 978-3-9573464-0-7
Seitenzahl: 388
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
5

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein