Kristy Cambron: „Wo die Hoffnung blüht“

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Es war dieses Foto aus den 40ern, das Ellie dazu bewog, spontan den weiten Weg von Amerika nach Frankreich auf sich zu nehmen, um herauszufinden, was es mit diesem Ab­schnitt im Leben ihrer Großmutter auf sich hatte. Offensichtlich handelte es sich um eine sehr bedeutsame Erinnerung, wenn sie beim Betrachten dieser Aufnahme so überwältigt war.

Vor diesem Hintergrund katapultiert uns dieser Roman in drei sehr unterschiedliche Zeit­abschnitte im französischen Loiretal und zu einem Dornröschenschloss. Beim Eintauchen in die Geschichte wird deutlich, dass der Ort und das Schloss bereits in den Unruhen der Französischen Revolution Schicksale zu verkraften hatte, die ihre Bedeutung bis in die Jetztzeit haben. Ebenso die Wirren des Zweiten Weltkriegs, eine Zeit, in der Ellies Groß­mutter an diesem Flecken Erde überlebte und während dessen diese Aufnahme entstand. Ellie im Hier und Jetzt beherrscht zu wenig französisch, um alleine alle Geheimnisse zu erforschen. Bereits bei der Buchung ihres Quartiers wird ihr ein Fremdenführer bestätigt. Doch der ist alles andere als begeistert, ihr zu helfen. So braucht es einiges an Durchhal­tevermögen, um ins Schloss zu kommen und endlich Antworten auf so viele Fragen zu fin­den.

Dieses Buch hat mich so gefesselt, dass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Jede einzelne Zeitebene konfrontiert mit den Fragen und Herausforderungen der entsprechenden Zeit und bringt den Leser mit mutigen Männern und Frauen in Berührung. Obwohl jeder neue Abschnitt auch eine andere Zeit erzählt, ist das Werk insgesamt flott zu le­sen und bleibt bis zum letzten Blatt spannend. Natürlich geht es nicht nur um Französi­sche Revolution und die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs, sondern auch um Mut, Vertrau­en und Liebe.

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Von Ingrid Bendel

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-9573457-9-0
Seitenzahl: 384
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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