Sarah Rauschenberger und Nathanael Ullmann haben den Podcast „Küchenplausch“ gestartet. Im Gespräch erzählen sie, warum bei den Aufnahmen Gottvertrauen an der Tagesordnung ist und was das Format so besonders macht.
Werbung

Nathanael: Mensch Sarah, jetzt treffen wir uns schon wieder in der Küche.

Sarah: Wie schön.

Nathanael: Gestern ist unsere erste Podcastfolge „Liebe den Hamsterkäufer wie dich selbst“ online gegangen. Wie fühlt sich das an?

Werbung

Sarah: Total abgefahren! Einerseits bin ich unglaublich stolz, weil wir endlich das Resultat von dem sehen, wofür wir in den letzten Wochen so viel Energie investiert haben. Aber ich bin auch total aufgeregt, weil ich nicht einschätzen kann, wie die Folge bei den Hörern ankommt. Mit dem Coronavirus packen wir ein heikles Thema an. Mittlerweile haben sich schon alle Menschen darüber den Mund fusselig geredet. Und trotzdem kommt man auch nicht drumherum. Egal, ob ich mit meinem Opa telefoniere oder mit einem Kollegen rede.

Nathanael: Ich bin voll dankbar und freue mich, dass die erste Küchenplausch-Folge endlich zu den Menschen kommt, für die wir sie aufgenommen haben. Warst du vor der Aufnahme eigentlich nervös?

Sarah: Es war ja schon unsere dritte Aufnahme [Anm. der Red.: Es gab zuvor zwei Pilotaufnahmen]. Ein bisschen angespannt war ich vor jeder, weil wir uns immer wieder der Ungewissheit hingeben müssen. Wir können uns ja nur bis zu einem gewissen Grad vorbereiten.

„Für mich ist das auch immer noch ein bisschen magisch, was da passiert. Ich spüre da Gottes Zutun.“

Nathanael: Ich muss gestehen, vor der Aufnahme war ich schon ziemlich nervös. Ich denke, ein großer Vorteil ist, dass wir beide so spontan sind. Aber es ist gleichzeitig auch ein großer Nachteil. Weil wir nicht wissen, was der andere sagt.

Sarah: Ja, das stimmt. Aber für mich ist das auch immer ein bisschen magisch, was da passiert. Ich spüre da Gottes Zutun. Weißt du, was ich meine?

Nathanael: Ja, absolut.

Küchenplausch Stilleben
Foto: Claudio del Rio

Sarah: Davor beten wir, dass am Ende etwas Interessantes dabei rauskommt. Oder etwas, bei dem Liesa und Julia [in der Regie] sich unterhalten fühlen und neue Aspekte mitnehmen. Und wenn sie das am Ende sagen können, bin ich zufrieden. Aber dass das passiert, können wir nicht planen. Da ist ein gewisses Vertrauen, dass Gott aus dem Kleinen, das wir vorbereiten, mehr macht.

Nathanael: Wenn Liesa und Julia merken, dass der Podcast in eine falsche Richtung läuft, drücken sie zur Not auch mal einen von unseren Buzzern. Die Buzzer sind sowieso so eine tolle Idee.

Sarah: Ja, ich liebe diese Buzzer!

Nathanael: Ich vergesse nur jedes Mal, wie sie heißen … Es gibt diesen Whatever-Buzzer, der „Ich bin einer anderen Meinung als die, die ich jetzt sage“ aussagt.

Sarah: Genau.

Nathanael: Und den Boring-Buzzer. Alles andere ist unterwegs irgendwann rausgefallen, oder?

Sarah: Ja. Die 50.000 anderen Ideen, die wir noch hatten. Es war schon eine Reise bis hierhin. Das ist witzig, weil unsere Hörer die ja nicht mitbekommen haben.

„Ich mag den Gedanken dahinter: In der Küche werden die besten Partys gefeiert.“

Nathanael: Weißt du noch, dass die Sendung anfangs „Kreuzrausch“ heißen sollte?

Sarah: „Kreuzrausch“ fand ich auch super. Allein, weil mein Name damit zu tun hat. (lacht)

Nathanael: Aber ich mag den Gedanken hinter „Küchenplausch“. In der Küche werden die besten Partys gefeiert.

Küchenplausch Podcast
Foto: Küchenplausch

Sarah: Und unser Logo, der Kühlschrank, passt so gut dazu. Man hat Hunger und schaut in den Kühlschrank, was gerade drin ist. So ist das bei uns auch: Wir quatschen über Themen, die gerade aktuell sind und es ist gehaltvoll. Und trotzdem muss man nicht noch umständlich kochen.

Nathanael: Ich glaube, wir kriegen es ganz gut hin, das WG-Leben auditiv nachzubilden.

Sarah: Oh, wir haben eine WG zusammen?

Nathanael: Im echten Leben zum Glück nicht!

(Beide lachen)

„Ich war zwischendurch sehr skeptisch – kurz vorm Absprung.“

Nathanael: Eine berechtigte Frage bleibt noch: Glauben wir, dass es noch einen weiteren Podcast in dieser Welt braucht?

Sarah: Ich war zwischendurch sehr skeptisch, wie du weißt – kurz vorm Absprung. Aber ich habe gemerkt: Wir füllen eine Nische, für die es noch nichts Vergleichbares gibt.

Nathanael: Das glaube ich auch. Es gibt, soweit ich weiß, kaum einen Podcast, der die aktuelle politische und gesellschaftliche Lage nimmt und aus christlicher Sicht draufschaut.

Sarah: Und wir sind nahbar, als ob man mit einem Freund oder einer Freundin quatscht. Ich bin gespannt, wie das ankommt. Vier Folgen planen wir erst mal. Und wie es dann weitergeht, werden unsere Hörer entscheiden.

Nathanael: Ich freue mich schon auf die nächste Folge unseres Küchenplauschs.

Sarah: Ich auch. Das wird legendär!


„Küchenplausch – Glauben. Leben. Lauschen.“ ist einmal im Monat unter www.kuechenplausch-podcast.de, auf Spotify, iTunes und weiteren Kanälen zu finden. Neben Teensmag- und DRAN-Redaktionsassistentin Sarah Rauschenberger und Jesus.de-Volontär Nathanael Ullmann gehören auch DRAN-Chefredakteurin Julia Kallauch, Volontärin Liesa Dieckhoff und der UX-Design-Azubi Claudio del Rio zum Team.

Sarah Rauschenberger und Nathanael Ullmann
Sarah Rauschenberger und Nathanael Ullmann – das Küchenplausch-Duo (Foto: Claudio del Rio)

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Ja ok, genau …. ist ja mal was.
    Etwas irritiert bin ich, dass ihr Wochen darin investieren musstet. Aber ok, genau, etvtl. kenne ich mich mit sowas nicht gut genug aus. Manche bereiten auch Wochen eine Predigt vor.

    Aber ok, genau … bin mal gespannt, was ihr weiter bringen werdet. Hab’s abonniert.

    Chuck

  2. Also ich fand Eure erste Podcastsendung cool, wir haben sie gestern mit der ganzen Familie gehört. Vielen Dank für den frischen Beitrag, ich empfehle es gerne weiter.

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein