Heinrich Bedford-Strohm
Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender (epd-Bild: Norbert Neetz)
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Als im Ton „seelsorglich“ und über weite Strecken in sehr „geistlicher Sprache“ gehalten charakterisiert zeitzeichen-Chefredakteur Reinhard Mawick den jüngsten Ratsbericht des Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm. „Vieles davon dürfte auch dem evangelikalen Lager gefallen“, schreibt Mawick – zum Beispiel die Rede von Christus als dem „Kern aller Hoffnung“. Der Vortrag sei noch näher an einer Predigt gewesen als sonst.

Friedemann Kuttler, Vorsitzenden der „ChristusBewegung Lebendige Gemeinde“ aus Württemberg, lobte Bedford-Strohm ausdrücklich für dessen „Ewigkeitsperspektive“.

Link: Kurz, fromm, emotional: Bedford-Strohms Ratsbericht 2020

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Wie man eine Tat relativiert

    Schaut man sich auf den offiziellen Seiten der Kirchen im Internet um, erfährt man wenig oder nichts von den in Südfrankreich ermordeten Glaubensgeschwistern. Am Tag des Attentats stellte das Bistum Augsburg ein Video online, auf dem die Kinderreporter Antonia und Marie den «Klimaschutzmanager des Bistums» befragen. Die aktuellen Beiträge der Evangelischen Kirche von Westfalen widmen sich dem Klingelbeutel an Weihnachten, den Flüchtlingen auf Lesbos und der Gefährlichkeit von Verschwörungstheorien. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche, spricht von einem sinnlosen Verbrechen und einem feigen Anschlag, als hätte er mit sinnvollen Verbrechen und mutigen Anschlägen weniger Probleme. Der Mord treffe «alle Religionen ins Mark, die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen». Von einem islamistischen Attentat auf Christen schlägt der Theologe damit den Bogen zu beliebig vielen weiteren Religionen, beispielsweise zu Buddhismus, Shintoismus, Hinduismus. Auch so verwischt man Verantwortung und relativiert die Tat.

    Aus der NZZ

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