Die Michaelkirche im niedersächsischen Faßberg bekommt am Sonntag (29. September) einen Ersatz für ihre Glocke aus der NS-Zeit, berichtet die Hannoversche Landeskirche. Die mit zwei Hakenkreuzen und einem Adler der Luftwaffe versehene Antiquität von 1938 hatte zuletzt für heftige Auseinandersetzungen in der Gemeinde gesorgt. Der Kirchenvorstand beschloss letztlich trotz Unterschriftenaktion, die Glocke abzuhängen. Sie wird der ehemaligen Militärkirche jedoch erhalten bleiben und als Mahnmal ausgestellt. Die Gemeinde will dabei verhindern „dass sie zu einem Wallfahrtsort für Ewiggestrige wird“, sagte Pastor Michael Köhler. Die Kosten für den Nachfolger der NS-Glocke von rund 10.000 Euro übernimmt die Hannoversche Landeskirche.

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