Ab sofort gibt es bei der Landeskirche Hannovers keine formale Unterscheidung mehr zwischen einer Trauung von Mann und Frau und gleichgeschlechtlichen Partnern. Das hat die Synode gestern (15. Mai) beschlossen. Das berichtet die Landeskirche.

Nach intensiver Beratung sei der Bischofsrat zum Entschluss gekommen, dass es „keine theologisch zwingenden Gründe gebe“, an einer Unterscheidung festzuhalten. So gut wie alles, was sich prinzipiell über die Ehe von Mann und Frau sagen lasse, lasse sich auch über die Ehe zwischen zwei Männern oder zwei Frauen sagen. Trotzdem wird kein Pastor dazu verpflichtet, eine Trauung homosexueller Paare gegen die eigene Überzeugung durchzuführen.

Die 20 Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland handhaben die Trauung bzw. Segnung gleichgeschlechtlicher Paare sehr unterschiedlich. Acht Kirchen haben eine Trauung für alle beschlossen. In zwei Kirchen (Landeskirche Pfalz und Nordkirche) ist die Segnung der Trauung gleichgestellt. Acht Kirchen lassen Segnungen in einem öffentlichen Gottesdienst zu, zwei Landeskirchen (Württemberg und Schaumburg-Lippe) beschränken sich auf nicht öffentliche Segnungen.

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