Als Reaktion auf die hohe Zahl der Kirchenaustritte denkt die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau (EKHN) über Steuererleichterungen in einer bestimmten Lebensphase sowie ruhende Mitgliedschaften nach.

Die im Juli veröffentlichte kirchliche Statistik für 2018 zeige, dass vor allem 25- bis 35-jährige Mitglieder im Rhein-Main-Gebiet die Kirche verließen, um Geld zu sparen, sagte Kirchenpräsident Volker Jung am Donnerstagabend in Frankfurt am Main. Deshalb werde die EKHN mit Gemeinden mit hohen Austrittszahlen Kontakt aufnehmen, um Projekte für diese Altersgruppe zu entwickeln.

„Wir müssen vor allem mit den jungen Frauen und Männern reden, auch um ihnen zu verdeutlichen, welche Vorteile sie als Mitglied haben“, sagte der Kirchenpräsident. Als Beispiel verwies er auf die nahezu kostenlose kirchenmusikalische Ausbildung. Es sei aber auch klar, dass Modelle wie Steuerleichterungen und ruhende Mitgliedschaften nur auf Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland zu realisieren seien.

„Church Card“ für Kita-Plätze

Er sei zwar kein Freund einer „Church Card“, halte aber an der Idee fest, eine bestimmte Zahl von Plätzen in evangelischen Kitas für Kirchenmitglieder vorzuhalten, sagte Jung weiter. Über die Kontingente müssten die Kirchengemeinden jedoch mit den Kommunen verhandeln.

Als wichtige Zukunftsthemen der Kirche nannte Jung neben der Mitgliederorientierung den Klimaschutz und die Digitalisierung. „Hier muss die EKHN trotz zurückgehender Finanzen Schwerpunkte setzen.“ Intern werde die Kirche vor allem die Finanzplanung bis 2030 beschäftigen.

Die EKHN hat 2018 rund 17.600 Mitglieder durch Austritte verloren. Insgesamt gehörten der Kirche Ende vergangenen Jahres noch rund 1,52 Millionen Mitglieder an, das waren rund 32.000 Mitglieder weniger als 2017. Das Kirchengebiet reicht von Biedenkopf im Norden bis Neckarsteinach im Süden. Rund ein Viertel des Gebiets erstreckt sich auf das Bundesland Rheinland-Pfalz.

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Jede Kirche ob groß oder klein, die sich von der reinen Lehre, durch viele Kompromisse, verabschiedet, geht dem Untergang entgegen. Sie wird dann kraftlos und salzlos, wie das Wort sagt und ist für Menschen, insbesondere für junge Menschen nicht mehr attraktiv. Mit Steuererleichterungen kann dieser Prozess im günstigsten Fall verlangsamt werden. Was die Kirche braucht, ist eine Umkehr zur ersten Liebe.

    Lieber Gruß, Martin

  2. Es sollte zu grundsätzlichen Dingen zurückgefunden werden
    Christliche Lehre und Zusammensein
    Ich persoenlich empfinde . dass ich bei allem Respekt einem homosexuellen Menschen
    gegenüber, nicht GEISTLICHE SEELSORGE von einem Pfarrer mit dieser Neigung und Ausrichtung
    empfangen kann. Es ist mir im Glauben bewußt, daß es Sünde gibt. Dinge , die Menschen gut-heißen
    müssen noch lange nicht gut sein, vor GOTT . Der Mensch an sich , kann tun und lassen, wie er / sie
    meint un d denkt. Es ist auch keine Diskriminierung,Menschen mit solcher Ausrichtung gegenüber.
    Es geht um „das Nahen zu GOTT “ und WIE , will ein Mensch mir Richtungsweisung und Hilfestellung
    im geistlichen Bereich geben, wenn er / sie Dinge befürwortet, die mich im GLAUBENSWEG zu GOTT
    niemals FÖRDERN können. Wenn es Pfarrer und Pfarrerinnen gibt, die diese Haltung haben, hat das nur
    mit menschlichen Wunschvorstellungen zu tun, aber NICHTS mit GOTT , und dem Ruf zur HEILIGUNG

    Es ist für mich kein WUNDER, wenn sich Kirche, die doch wie Salz und Licht für diese Welt sein sollte
    nach weltlichen politisch korrekten Umerzogenen Maßnahen und Vorstellungen sich ausstreckt und
    DIESE , als solche vertritt, dass Kirche, als solches LEERer wird.

    Menschen möchten nicht betüttelt werden in Sünde , sondern NÄHER zu GOTT finden

    Da geht es nicht nur um SteuerGELDER

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