Lydia Schwarz: „Die Kreuzträgerin: Heldendämmerung“

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„Heldendämmerung“ ist das Ende der Trilogie „Die Kreuzträgerin“. Die Story spielt in einer düsteren Zukunft: Der Diktator Demokrit Magellan hat ein Reich gegründet, in dem Vernunft und Toleranz wichtig sind. Christen werden verfolgt und müssen ständig damit rechnen, zu Sündenböcken der Regierung gemacht zu werden. Die Christin Anna Tanner hilft dabei, ein Netzwerk für Christen aufzubauen.

In „Heldendämmerung“ hat sich die Lage zugespitzt: Überall werden die Nöte nicht nur sicht-, sondern auch spürbar, welche in sozialistischen Diktaturen an der Tagesordnung sind: Armut, Güterknappheit, Neid und Gewalt. Die Sehnsucht nach einer besseren Regierung wächst. Überall formiert sich im Stillen der Widerstand. Weil Anna für ihre Arbeit gegen das Regime bekannt ist, versuchen nun verschiedene Gruppen, sie als Heldin zu stilisieren. Doch wem kann sie vertrauen? Wer steht wirklich auf ihrer Seite. Und wer entpuppt sich als Gegner, der sie nur missbrauchen will, um selbst an die Macht zu kommen?

Ich habe schon viel Gutes über die zwei ersten Bände gehört, habe diese jedoch selbst noch nicht gelesen. So war ich sehr gespannt auf diesen Band. Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Gleich von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen. Es gibt keine langen Rückblicke oder Beschreibungen des Umfelds, da wird sofort der Spannungsbogen beschritten. Direkt hat mich die Geschichte gepackt. So sehr, dass ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte. Entsprechend schnell war es dann auch zum ersten Mal durchgelesen. Es ist so überzeugend geschrieben, dass ich die zwei vorigen Bände auch noch lesen muss.

Was mir sehr gut gefiel, ist die Liebe zum Detail, mit welcher die Figur der Anna Tanner erschaffen wurde. Viel zu oft gibt es Helden in Büchern, die hölzern oder künstlich wirken. Anna Tanner ist eine von uns. Sie besitzt Authentizität und vor allem eine glaubwürdige Geschichte. Anna macht eine Entwicklung durch, sie lernt dazu. Und in dieser Entwicklung ist jeder Schritt nachvollziehbar. Das macht sie menschlich und echt. Hingegen bleibt Demokrit Magellan, der Diktator, im Hintergrund. Ich hätte gerne mehr über ihn erfahren und auch die Entwicklung Mitteleuropas zu dieser Diktatur besser nachvollziehen wollen. Möglicherweise habe ich etwas dazu verpasst, weil ich gleich mit dem dritten Band eingestiegen bin.

Von Jonas Erne

Leseprobe (PDF)

Verlag: fontis - Brunnen Basel
ISBN: 978-3-03848-152-2
Seitenzahl: 528
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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