Lysa TerKeurst: Achterbahn der Gefühle – warum uns Emotionen etwas zu sagen haben, aber nichts vorzuschreiben haben

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Lysa TerKeurst nimmt uns mit in die Gefühlswelten einer ganz normalen Frau. Sie selbst ist Ehefrau, Mutter und berufstätige Frau und hat zu so ziemlich jedem Thema eine Anekdote aus ihrem eigenen Alltag parat. Dadurch erscheint sie authentisch und glaubwürdig und als Leserin fühlt man sich zu keiner Zeit belehrt, sondern eher von der großen Schwester an die Hand genommen. Auf eine angenehme, selbstoffenbarende Weise erklärt TerKeurst, warum unsere Gefühle Gott-gegeben und wichtig sind, uns aber nicht an der Nase herum führen dürfen. „Gefühle sind Indikatoren, keine Diktatoren“, erklärt sie an einer Stelle ihrer Tochter und trifft damit die Hauptaussage dieses Buches.

Hauptsächlich beschäftigt sich das Buch mit unserer Reaktion auf Konflikte und damit, einen gottgefälligen Umgang mit unseren Gefühlen zu finden. TerKeurst benennt zum Beispiel vier unterschiedliche Reaktionstypen und charakterisiert sie mithilfe von Beispielen. Für jeden dieser Typen zeigt sie Gefahren auf und gibt konkrete Hilfestellung, um aus alten Verhaltensmustern auszubrechen.

Weitere Themen, die sie anspricht sind Leistungsdruck, Vergleiche mit anderen, negative Gedanken über sich selbst, sich abgestempelt fühlen, Unsicherheiten und einiges mehr. Neben ihren eigenen Beispielen nutzt TerKeurst auch immer wieder Bibelverse, um ihre Aussagen zu begründen. Für meinen Geschmack hätten es gerne auch noch ein paar mehr sein dürfen. Aber ich denke auch, ein Ziel des Buches ist es, sich als Frau mit Emotionen „normal“ zu fühlen und das erreicht man nun einmal am besten durch einen Einblick in das eigene Leben.

Von Nadine Schliesky

Verlag: Gerth Medien
ISBN: 978-3-86591-920-5
Seitenzahl: 240
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