Magnus Malm: „In Freiheit dienen“

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Schon vor etwa 20 Jahren war Magnus Malm für mich ein wichtiger und inspirierender Autor. In relativ kurzen Zeitabständen erschienen drei Bücher von ihm, die ich jeweils mit Begeisterung gelesen habe. Malm ist schon ein Phänomen: Anders als bei vielen Promi-Geistlichen meist amerikanischer Herkunft, ist von ihm kein Auftritt an einer christlichen (Groß-)Veranstaltung in Deutschland bekannt. Interessanterweise ist man aber bei der Zeitschrift „Aufatmen“ sehr früh auf ihn aufmerksam geworden. Vermutlich gerade deshalb, weil er so anders schreibt als viele „Höher-Schneller-Weiter-Tschaka!“-Schreiberlinge.

Nach langer Pause ist nun ein „Spätwerk“ des knapp Siebzigjährigen erschienen, in dem es – wie bei seinem (Deutschland-)Erstling „Gott braucht keine Helden“ – um Leiterschaft geht. Ebenso wie damals geht es auch in seinem neuen Werk wenig um die jeweils angesagten Managementmethoden des 20. und 21. Jahrhunderts. Vorbilder, von denen Magnus Malm sich inspirieren lässt, sind neben den biblischen Protagonisten interessanterweise hauptsächlich die Jesuiten oder der Trappist Thomas Merton (1915-1968). Um ehrlich zu sein solche, die ich auf Grund meiner Prägung eher kritisch sehe. Bei aller Kritik muss man allerdings zugestehen, dass sich der christliche Glaube in Lateinamerika, wo die Jesuiten besonders zahlreich gewirkt haben, vielleicht sogar mehr und nachhaltiger durchgesetzt hat als in Staaten, die einst von „evangelischen“ Kolonialmächten beherrscht wurden.

Bestechend ist Magnus Malms gesamtbiblischer Kontext, in dem auch mehrere, allerdings eher negative Beispiele aus dem Alten Testament einbezogen werden, etwa die Könige Saul (Ungehorsam aus Angst vor dem Volk) oder Rehabeam (Überheblichkeit gegenüber demselben). Der Grundtenor des Buches ist nicht neu und entspricht auch dem seiner früheren Werke: Leiter sollen keine Superhelden sein, sondern gehorsame Nachfolger. Nicht Zahlen sind die Maxime, sondern Treue gegenüber Jesus und seinen Anweisungen. Auf Grund der (evangelikalen) Realität der letzten Jahrzehnte kann man das allerdings nicht genug betonen.

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Von Johannes Renz

Leseprobe (PDF)

Verlag: SCM R.Brockhaus
ISBN: 978-3-417-26948-2
Seitenzahl: 320
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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