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„Lichterfest“ statt Martinsumzug? Weil man Muslime nicht vor den Kopf stoßen will? Zhang Danhong, selbst Migrantin, hält nichts davon – genauso wie viele Muslime übrigens. Die Redakteurin der Deutschen Welle ist froh, dass die meisten Deutschen ihr christliches Brauchtum nicht verleugnen, schreibt sie in einer Kolumne.

9 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Die St. Martin-Erzählung ist ein grundlegendes karitatives Motiv und müsste in jeder Religion bejaht werden. Auch der Islam bejaht und fördert Gaben an die Armen, es ist sogar eine der 5 Säulen des Islam – aber hat schon mal jemand einen Imam gefragt, wie die Muslime Martin von Tour sehen?
    Vermutlich ist der Verzicht darauf gar nicht wirklich in der Rücksicht auf Muslime begründet, sondern stammt aus dem neuen militanten Atheismus, der Religion in jeder Form bekämpfen will, oder von Menschen, die sich einfach völlig säkularisiert haben und keine religiösen Bezüge mehr haben.

    • Hallo Reinhard, Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, sagte 2013 gegenüber der WElT: „Das Leben des heiligen Martin ist doch geradezu vorbildlich, auch für Muslime.“ Tatsächlich wurde die Umbenennung von den verantwortlichen Kindergartenleitungen z.B. in Düsseldorf und Bochum damals mit „Rücksicht auf die Muslime“ begründet. Man wolle ihnen „die christliche Tradition nicht aufdrängen.“. Tatsächlich hatte es im Vorfeld aber keine Kritik seitens muslimischer Eltern gegeben. Zahlreiche Stellungnahmen legen eher nahe, dass muslimische Eltern es befremdend finden, wenn wir unsere Traditionen aufgeben.

  2. Das kann doch nicht sein das wir unsere christliche Kultur aufgeben und unsere christliche Traditionen nicht mehr ausleben dürfen, nur weil sich einige Muslime darüber aufregen, die nicht verstehen das sie hier nur Gäste sind und der Islam NICHT zu Deutschland gehört, auch wenn manche Politiker dies wollen, wir sollten diesen Imegranten einfach klarmachen: Ihr seid hier Gäste wenn euch in Deutschland etwas nicht gefällt, dann müsst ihr Deutschland verlassen und in euer Land zurueckkehren.
    LASST UNSEREN KINDERN IHRE CHRISTLICHE TRADITIONEN; UND KNICKT NICHT IMMER VON DER ISLAMLOBY EIN

    • Im Kommentar wird darauf hingewiesen, dass es eben KEINE Muslime waren, die das gefordert hatten. Und, Herr Winter, hindert Sie tatsächlich jemand daran, Ihre christlichen Traditionen zu leben?

  3. Zu meiner Zeit war es protestantischen Kindern noch strikt verboten, am Martinszug teilzunehmen und Nikolaus zu feiern (Heiligenverehrung, Götzendienst etc.) Auf betreiben von Protestanten wurde, damit die Kids mit singen können der Zug auf nen anderen Tag verschoben und umbenannt. Uhuuuu, der Untergang des Abendlandes ist nahe… Das ist doch wieder schiere Aufbauschung. Sorry, aber … Nein.

  4. @alle: Wir hatten dieses Thema in erster Linie aufgegriffen, um den insgesamt positiven Eindruck der Autorin zu würdigen. Nicht, um die Debatte um einige wenige Umbenennungen hochkochen zu lassen. Das ist anscheinend missglückt. Dazu hat allerdings auch die polarisierende Überschrift im Originalartikel beigetragen…

    Wir werden dieses Thema nur dann wieder aufgreifen, wenn tatsächlich etwas geschieht, was eine Meldung verdient.

    • Es ist für mich offensichtlich, wie sehr von nichtmuslimischer Seite den muslimischen Mitbürgern eine unwahre Identität angedichtet wird – auch von manchen Sprechern aus christlichen Gruppierungen.
      Es ist auf derselben Ebene wie Sozialisten und Kommunisten pauschal antichristliches Denken und Verhalten pauschal unterstellt wird. Martin von Pours ist nicht nur der den Mantel teilende Offizioer der römischen Garde, sondern auch der Begründer der europäischen Klöstet und Vertreter eines schlichten Lebensstils auch als Bischof, dessen Amt er durch Urwahl des Volkes erhielt. Sein Nachfolger im Bischofsamt schrieb über ihn „Martin betete immer – auch wenn er scheinbnar etwas anderes tatr…“
      Gegen einen solchen Gläubihgen ist der Koran der Muslime ausdrücklich nicht – er schreibt die Achtung gegenüber gläubigen Chriusten und Juden ausdrücklich vor.
      Daher ist ein ein Fest am Gedenktag meines Namensvetters und Bruders im Glauben eine gute Erinnerung und ein guter Impuls an alle Menschen.
      MenschMartin

  5. Ich arbeite selber mit Flüchtlingen. Der Fehler unserer Gesellschaft ist, dass wir uns den Immigranten anpassen, statt umgekehrt. Das sehe ich als groben Fehler, der uns noch eines Tages zu schaffen machen wird.

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