Michael Spurlock und Jeanette Windle: „Wenn sich Wunder begegnen“

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Dieses Buch ist die Erzählung zweier Lebensgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite steht der Autor selbst als junger Pastor, der in der All-Saints-Gemeinde in Smyrna, Tennessee, auf enorme Herausforderungen trifft. Auf der anderen Seite befindet sich das südostasiatische Volk der Karen aus Burma, das nach Jahrzehnten als Widerstandskämpfer auf der Flucht ist. Eine ganze Gruppe kommt eines Tages nach Smyrna und füllt auf wundersame Weise an einem Sonntag plötzlich die fast leere Kirche.

Eindrucksvoll schildert Michael Spurlock zuerst seine Geschichte, wie er sich gegen einen Gott entschied, den er als erbarmungslosen Richter kannte. Erst Jahre später erfuhr er zum ersten Mal von einem Jesus, „der genau wusste, was der Menschheit fehlte und wie fehlerhaft die Menschen waren und für die er trotzdem sein Leben gab. Und dieser Jesus bot ihm, Michael, Vergebung an. Die Befreiung von allem, was ihn belastete.“ Spurlock beschreibt, dass er nicht mehr „in die religiöse Enge seiner Kindheit zurückfallen“ wollte und den Weg fand zu einem leidenschaftlichen und begeisterten Glauben und Leben als Pastor.

Spurlock erzählt fesselnd in dritter Person von sich. Die Unerfahrenheit des jungen Pastors in seiner ersten Gemeinde ist bald kein Problem mehr, als er Jesus Christus ins Zentrum von allen Herausforderungen stellt. Die nach der Gemeindespaltung frustrierten Gemeindemitglieder erleben innere Heilung, nachdem sie sich ganz Jesus und seiner Leitung anvertrauen.

Wunder zeigt großen Plan auf

Der Autor beschreibt im Folgenden detailliert die Geschichte des Volkes der Karen und wie es zu ihrer Flucht kam. Die Begegnung zwischen den Christen aus Burma und der kleinen Gemeinde von Pastor Michael zeigt das feine, wundersame Wirken eines Gottes, der einen Plan mit jedem hat und alles zu einem großen Ganzen fügt. Die Geschichte zeigt Menschen, die aufeinander zugehen. Anstatt passiv zu bleiben, suchen die Gemeindemitglieder Gott. Sie beten und bewegen sich in seinem Willen, als sie sich für die 70 Flüchtlinge mit all ihren Problemen öffnen.

Das von Liebe überfließende Herz des Pastors und seiner Frau Aimee wird für ein fremdes Volk lebendig. Die Offenheit und Barmherzigkeit lässt die Gemeinde aufblühen und macht sie multikulturell.

Handlung bleibt spannend

Treffend beschreibt der Rückblick von Aimee den spannenden Weg: „Gott hatte immer das Ruder in der Hand. Jedes Mal, wenn mein Glaube ins Wanken kam, hat Gott mir eine Ermutigung über den Weg geschickt. Haben wir etwas als Familie oder in der Gemeinde gebraucht, hat Gott es uns gegeben. Unsere Zeit hier war voller Wunder und immer wieder passierten neue, wunderbare Dinge.“

Es wird nicht langweilig, den unterschiedlichen Handlungssträngen zu folgen. Der Glaube, dass jeder solche Wunder erleben kann, wächst beim Lesen. Die an sich schon spannenden Erlebnisse bereichert der Autor immer wieder durch historische Einblicke, die er geschickt in den Handlungsstrang einwebt. Man lernt viel über Myanmar, früher Burma, und den Widerstand der christlichen Karen.

Dieses Buch möchte Hoffnung machen: Es zeigt den einen lebendigen Gott, der mit den Menschen in einer Welt voller Leid in Kontakt treten will.

von Susanne van Hees

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-9573454-0-0
Seitenzahl: 256
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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