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Katrin Göring-Eckardt zieht an der Seite von Jürgen Trittin für die Grünen in den Bundestagswahlkampf. Kurz nach Bekanntgabe des Urwahl-Ergebnisses erklärte sie nun, ihre Ämter in der evangelischen Kirche ruhen zu lassen.

 Wie die EKD am heutigen Samstag mitteilte, wird die 46-Jährige bis zum Ende des Wahlkampfs weder ihr Amt als Synodenpräses an der Spitze des Kirchenparlaments ausüben noch die damit verbundene Mitgliedschaft im Rat der EKD wahrnehmen. Wie es nach der Bundestagswahl weitergeht, ließ Göring-Eckardt offen.

 Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider gratulierte der Grünen-Politikerin zur Spitzenkandidatur. "Ich freue mich, dass eine engagierte evangelische Christin wie Katrin Göring-Eckardt, die in den vergangenen Jahren in überragender Weise für die EKD gewirkt hat, in so ein wichtiges, verantwortungsvolles politisches Spitzenamt gewählt wurde." Der Bundestagsvizepräsidentin waren bei der Urwahl des Grünen-Spitzenduos lediglich Außenseiterchancen eingeräumt worden. Auf den favorisierten Trittin entfielen 71,9 Prozent der Stimmen, auf Göring-Eckardt 47,3 Prozent. Fraktionschefin Renate Künast erreichte 38,6 Prozent, Parteichefin Claudia Roth 26,2 Prozent.

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 Göring-Eckardt hatte dem Präsidium der EKD-Synode bereits im September mitgeteilt, dass sie im Fall einer Grünen-Spitzenkandidatur ihr EKD-Ämter ruhen lassen werde. Mehrere Politiker von Union und FDP hatten die Vereinbarkeit von Kirchenamt und Spitzenkandidatur zuvor infrage gestellt, darunter auch Bayerns früherer Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU). Er ist Vizepräses der Synode. Gemeinsam mit dem zweiten Vize Klaus Eberl aus der rheinischen Kirche wird Beckstein die Grünen-Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin in den nächsten Monaten an der Synodenspitze vertreten.

(Quelle: epd)