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Die Kritik der evangelischen und katholischen Kirche in Bonn an der bundesweiten Werbung einer Buchhandelskette zu den bevorstehenden Osterfeiertagen hat Wirkung gezeigt: Auf der Internetseite von Thalia wird wieder fürs Osterfest und nicht fürs «Hasenfest» geworben.

Die entsprechenden Werbebanner und die «Aller-Ei»-Reklame seien auch vor Ort aus der Bonner Filiale entfernt worden, sagte der evangelische Pressepfarrer Joachim Gerhardt am Mittwoch in Bonn. Der «Hasenfeststreit» sei damit beigelegt.

 Die Diskussion um die aus Sicht der Kirchen sinnentleerte Hasenwerbung habe viele Menschen sehr bewegt und für viel Zustimmung zur Kirchenkritik gesorgt, sagte Gerhardt. Das Gute an der Debatte sei, dass sie die Chance geboten habe, «vielen Menschen in Erinnerung zu rufen, was wir an Ostern eigentlich feiern, die Auferstehung von Jesus und damit kein Fest des Hasens, sondern der Hoffnung für alle Menschen». Nun könnten die einzelnen Filialen entscheiden, wie sie mit den Osterwerbemitteln verfahren.

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 Am Dienstagnachmittag hatte der Bonner katholische Stadtdechant Wilfried Schumacher mit der Geschäftsführung von Thalia gesprochen. Diese habe sich bereits in einer E-Mail entschuldigt und versichert, «in keiner Weise das christliche Hochfest schmälern zu wollen», heißt es in einer Mitteilung des Stadtdechanten. Die Buchhandelskette habe eingeräumt, die Tragweite ihrer Werbekampagne unterschätzt zu haben. Es täte ihr leid, wenn religiöse Gefühle verletzt worden sein sollten.

(Quelle: epd)