In der Schweiz hat der Film „Zwingli – Der Reformator“ das Publikum in die Kinos gezogen. Nun läuft er auch in Deutschland an – an einem geschichtsträchtigen Datum.

Der Regisseur Stefan Haupt hat das Leben des Züricher Reformators Ulrich (Huldrych) Zwingli erstmals für die große Kinoleinwand verfilmt. Im Januar lief der Film in der Schweiz an – mit großem Erfolg. 240.000 Zuschauer haben das Werk nach Angaben des Filmverleihs W-Film gesehen. Die Webseite persönlich.com spricht von der „erfolgreichsten Schweizer Filmproduktion des Jahres“.

Nun kommt der Film auch nach Deutschland. Dafür wurde der Film auf hochdeutsch neu synchronisiert. Bereits am ersten Juli gab es eine erste Filmvorführung beim Münchner Filmfestival. „Das Publikum spendete begeisterten Beifall“, heißt es auf persönlich.com. Eine weitere, gesonderte Aufführung wird es am 22. Oktober in Essen geben, wie ref.ch berichtet. Hier zeichnet die Evangelische Kirche im Rheinland verantwortlich. Der offizielle Kinostart in Deutschland ist schließlich am Reformationstag, dem 31. Oktober 2019.

Ulrich Zwingli zählt neben Martin Luther zu den wichtigsten Reformatoren der Kirche. Auch für ihn stand die Bibel im Zentrum des Glaubens. Kirchliche Vorschriften galten für den Schweizer genauso wenig wie geschmückte Kirchen. Was Luther in Deutschland anstieß, bewirkte Zwingli in der Schweiz. Dabei waren sich die beiden Zeitgenossen nicht in allen Punkten einig: Wurden für Martin Luther beispielsweise Brot und Wein beim Abendmahl wirklich in Leib und Brot Christi verwandelt, war das Abendmahl für Zwingli nur eine Erinnerungshandlung.

Wie Luther musste auch Zwingli gegen heftigen Widerstand kämpfen. Im Namen von Papst und Kaiser verlangte der Bischof von Konstanz sogar seine Verhaftung. Doch der Rat der Stadt stellet sich auf die Seite des Rebellen. Es kam zu Machtkämpfen. Bei einem Bürgerkrieg gegen altgläubige Kantone starb Zwingli im Oktober 1531 schließlich für seinen Glauben.

 

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