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Generalsekretärin Rosangela Jarjour von der Vereinigung evangelischer Kirchen in Nahost sieht die Zukunft der Christen in der Region gefährdet. Viele Christen aus den arabischen Ländern wanderten in den Westen aus, weil ihre Rechte eingeschränkt würden.

   Zudem fühlten sie sich von den westlichen Regierungen vergessen, sagte die Kirchenvertreterin am Freitagabend in Florenz vor der Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

 Jarjour rief die Partnerkirchen zu Solidarität und Unterstützung für die nahöstlichen Christen auf. Seit dem "arabischen Frühling" habe sich die Situation der Christen in einer Reihe von Ländern verschlechtert, berichtete die Generalsekretärin aus Beirut. Dies gelte auch für Syrien, wo es für die Kirchen viele Jahre Religionsfreiheit gegeben habe. Seit die friedliche Oppositionsbewegung in Gewalt umgeschlagen sei, habe sich Angst ausgebreitet: "Christen haben ihre Häuser, Geschäfte und Kirchen verloren", sagte Jarjour. Sie ergänzte, Demokratie lasse sich nicht mit Waffen und Geld aus Saudi-Arabien und Quatar etablieren.

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 Die Generalsekretärin warb für eine friedliche Lösung mit Demokratie, Freiheit und Menschenrechten. Für Christen müsse Religionsfreiheit und Sicherheit garantiert werden. "Wir möchten nicht, dass die Christen die Region verlassen", sagte Jarjour. Zu dem Dachverband gehören 17 anglikanische, lutherische und reformierte Kirchen mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern.

(Quelle: epd)