Das ZDF wird am Sonntag (8. September) zum ersten Mal einen Fernsehgottesdienst aus Afrika übertragen. Für die Übertragung treffen sich auf einer Farm im Norden von Namibia die Mitglieder dreier Gemeinden der deutschsprachigen Evangelischen Kirche.

Auch Vertreter der schwarzen Schwesterkirchen beteiligten sich an dem Gottesdienst unter freiem Himmel, teilte der Sender am Mittwoch in Mainz mit. Auf dem Gelände der Farm gebe es bis heute eine steinerne Kanzel, von der aus Missionare im 19. Jahrhundert gepredigt hätten.

 In Namibia, der einstigen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, bestehen derzeit drei evangelisch-lutherische Kirchen. Die deutschsprachige ist die mit Abstand kleinste und zählt nur rund 5.000 Mitglieder. Sie unterhält enge Kontakte zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

 Die wöchentlichen, abwechselnd evangelischen und katholischen Fernsehgottesdienste im ZDF werden durchschnittlich an ein bis zwei Sonntagen pro Jahr aus einer deutschsprachigen Auslandsgemeinde übertragen. Pläne für die Übertragung eines Sonntagsgottesdienstes aus Afrika gab es bereits 2012. Die vorgesehene Sendung aus der deutschsprachigen Gemeinde in Kairo musste wegen der Unruhen jedoch abgesagt werden.

(Quelle: epd)