Neues Online-Projekt: Aus „Valerie und der Priester“ wird „Gott im Abseits“

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Der Online-Blog „Valerie und der Priester“ galt als großer Erfolg der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz. Die junge, kirchenferne Journalistin Valerie Schönian begleitete ein Jahr lang den Priester Franziskus von Boeselager in Münster/Roxel bei der Arbeit. Im Mai 2017 ging das Projekt zu Ende. Nun gibt es eine Fortsetzung, wie die Bischofskonferenz am Mittwochabend mitteilte. Der neue Name: „Gott im Abseits“.

Mit dem neuen Namen ändern sich auch das Konzept und die Protagonisten. Mehrere kirchenferne, junge Erwachsene aus den Medien begegnen Ordensleuten und pastoralen Mitarbeitern, die sich für Menschen am sozialen Rand einsetzen. Jede Staffel dauert drei Monate.

Den Anfang macht der 24-jährige Timm Gierbers, Fernseh- und Radio-Reporter und Kollege von Valerie Schönian. Eine Woche lang begleitete er Ordensschwester Karin Knöting von der Elisabeth-Straßenambulanz in Frankfurt am Main, die Obdachlose betreut. Der gebürtige Cuxhavener steht – wie er selbst sagt – der katholischen Kirche kritisch gegenüber. Sein Elternhaus habe ihm eine ablehnende Haltung gegenüber religiösen Institutionen vermittelt. Dennoch sei er offen für die neuen Eindrücke.

Auch Schönian hatte sich im Jesus.de-Interview als „linke feministische Journalistin aus der Großstadt“ bezeichnet, die der Kirche kritisch gegenüber steht. Dennoch sei sie zu der Erkenntnis gekommen, dass Kirche „mehr ausmacht“ als die Institution. Im kommenden Jahr erscheint ein Buch zum Projekt.

Hier geht es zum Blog „Gott im Abseits“

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Und welches Ziel soll das haben?
    Etwa, daß der Zölibat ein „kleineres“ Problem als die soziale Arbeit der Kirche? Nach dem Motto: Es gäbe wichtigeres als persönliche Liebesbindung NEBST Berufung und soziales Engagement?

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