Hans-Jürgen Abromeit ist am Samstag (14. September) von seinem Dienst als Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern entpflichtet worden, wie die Nordkirche mitteilt. 18 Jahre lang hat er sein Amt innegehabt. In seiner Abschiedspredigt sprach er über die Emmausgeschichte. Wie die zwei Jünger nicht gewusst hätten, dass Jesus bei ihnen ist, merke auch die Kirche oft nicht, dass Jesus da ist. Verschiedene Würdenträger ehrten den Scheidenden, darunter der hannoversche Landesbischof Ralf Meister, Justizministerin Katy Hoffmeister und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Nordkirche).

Abromeit wurde am 13. Oktober 1954 in Gevelsberg geboren und wuchs in Westfalen auf. Er studierte Theologie in Wuppertal und Heidelberg. Sein Vikariat verbrachte er teils in Jerusalem. Anschließend übernahm er ein Pfarramt in Gevelsberg. 1991 promovierte er zu Dietrich Bonhoeffers Christologie. Zwischen 1994 und 2001 war er Dozent am Pastoralkolleg der Evangelischen Kirche von Westfalen. 2001 wählte ihn die Landessynode der Pommerschen Evangelischen Kirche zum Bischof. Er war maßgeblich an der Gründung der Nordkirche beteiligt. Auch an der Gründung des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG) wirkte er mit. Zuletzt war Abromeit wegen einer umstrittenen Rede zur Situation in Israel in den Fokus gerückt.

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein