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In Nürnberg ist am Sonntag das neue Zentrum der jüdischen Gemeinde eingeweiht worden. Die Gemeinde in der Frankenmetropole hat über 2.000 Mitglieder.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte, die Menschen im Freistaat freuten sich "über das neue pulsierende jüdische Leben in unserem Land". Am Festakt nahmen auch der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sowie die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, teil.

Schuster verglich den Erweiterungsbau der jüdischen Gemeinde mit einer Hand, "die zur Versöhnung ausgestreckt ist". Bei der Einweihung sagte der Zentralratspräsident laut Redemanuskript, die jüdische Gemeinde zeige mit dem Bau, "dass wir dem Land vertrauen, in dem wir leben. Wir vertrauen darauf, dass wir eine Zukunft haben".

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Das Gemeindezentrum hat rund 4,1 Millionen Euro gekostet. Es grenzt an die vorhandene Synagoge und das von der jüdischen Gemeinde betriebene Altenheim. 900.000 Euro hat der Freistaat Bayern zugeschossen.

(Quelle: epd)