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Zum Abschluss einer ökumenischen Besuchsreise zum Thema Rassismus haben sich ökumenische Kirchenvertreter aus fünf Ländern für ein stärkeres kirchliches Engagement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ausgesprochen.

Kirchen und Gemeindemitglieder müssten verstärkt «Zeugnis ablegen gegen rassistische Ideologien und Aktionen», erklärten Vertreter der Besuchergruppe am Dienstag in Neudietendorf bei Erfurt. Die Teilnehmer kamen aus Uganda, Südafrika, Indien, Großbritannien und den USA.

Auf Einladung von fünf evangelischen Landeskirchen und des Evangelischen Entwicklungsdienstes sowie der Hilfsaktionen «Brot für die Welt» und «Misereor» besuchte die Gruppe unter anderem Stadtverwaltungen und Initiativen gegen Rechts in Verden, Lübeck und Jena. Zum Abschluss ihrer Gespräche forderten sie die Kirchen auf, in dieser Frage in der Öffentlichkeit deutlicher Stellung zu beziehen und die Menschen zu ermutigen, sich an friedlichen Protestaktionen zu beteiligen.

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Die Zivilgesellschaft müsse gegen Rassismus und Rechtsextremismus aus ihrer Mitte heraus «Gesicht zeigen», sagte der Bildungsdezernent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Christhard Wagner. Darüber hinaus erwarte die Gruppe mehr kirchliche Lobbyarbeit bei Landesregierungen und in Parlamenten. Die Ergebnisse der Besuchsreise sollen am Freitag auf einem Forum des Ökumenischen Kirchentages in München als Empfehlung für kirchliche Antirassismus-Programme weitergegeben werden.

(Quelle: epd)