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Der Papst hat erlassen, dass das „päpstliche Geheimnis“ bei Missbrauchsfällen durch Priester demnächst nicht mehr gilt, wie der Vatikan mitteilt. Aussagen in Kirchenprozessen gehen dadurch demnächst auch an zivile Behörden, wie unter anderem Vatican News schreibt. Bisher war es in diesen Fällen verboten, Informationen weiterzugeben. Trotzdem sollen der Schutz des Namens, des Ansehens und der Privatsphäre gewahrt bleiben, heißt es im Erlass. Erzbischof Charles Scicluna, der an der vatikanischen Glaubenskonkregation für Missbrauchsfälle zuständig ist, nannte die Entscheidung im Interview mit Vatican News „epochal“.

Außerdem änderte der Papst noch eine weitere Regelung. Ab sofort gehört es zu den schwersten Vergehen, wenn ein Geistlicher pornographisches Material von Menschen unter 18 Jahren besitzt oder verbreitet. Bisher war die Altersgrenze hier bei 14 Jahren angesetzt.

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Es ist epochal, schlimmste Verbrechen wie Kindesmissbrauch nicht zu verschweigen und zu verheimlichen sondern den staatlichen Behörden zu melden (und das auch immer noch nur eingeschränkt)?

    So eine Aussage von einer Kirche, die bei Sexualmoral wie Scheidung, Homosexualität und ähnlichen teilweise unerbittlich urteilt.

  2. @Jörg

    Es dreht sich hier nicht um „ver=schweigen“ und „ver=heimlichen“!
    .
    Vielmehr geht es darum, dass auch *Täter* (und nicht nur in diesem Fall!) grundsätzlich in unserer Rechtsordnung einen Anspruch auf Schutz iher Person haben.

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