Papst wünscht sich Frieden: Franziskus spendet zu Ostern traditionellen Segen „Urbi et Orbi“

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Petersdom Rom Vatikan Pixabay
Petersdom (Foto: Pixabay)
Papst Franziskus hat den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» zum Osterfest mit einem eindringlichen Friedensappell verbunden. Vor mehreren hunderttausend Menschen äußerte er am Sonntag auf dem römischen Petersplatz die Hoffnung auf ein Ende aller Kriege weltweit.
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Mit Blick auf die angespannte Lage in der Ukraine forderte der Papst alle Beteiligten auf, mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft eine Verhandlungslösung zu suchen.
An die Konfliktparteien im syrischen Bürgerkrieg appellierte er, die Gewalt vor allem gegen die Zivilbevölkerung zu beenden. Franziskus äußerte zugleich die Hoffnung auf ein positives Ergebnis der Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern. Im Zusammenhang mit Christenverfolgungen beklagte er die Attentate auf Kirchen in Nigeria sowie Entführungen von Priestern und Bischöfen weltweit.

Die frohe Botschaft des an Ostern auferstandenen Christus bedeute, «aus sich herauszugehen, um dem anderen entgegenzukommen; dem nahe zu sein, der vom Leben verletzt ist, mit dem zu teilen, dem das Nötige fehlt; bei dem zu bleiben, der krank oder alt oder ausgeschlossen ist». Angesichts der Not unzähliger Menschen betete der Papst für die nötige Kraft, um «die Plage des Hungers zu besiegen, die durch die Konflikte verschärft wird und durch die ungeheure Verschwendung, an der wir oft selbst beteiligt sind».

Am Sonntagabend hatte der Papst im Petersdom die Osternacht gefeiert. Der von Jesus an die Gläubigen erteilte Auftrag fordere auch die heutigen Christen auf, die Ursprünge ihres Glaubens, neu entdecken, sagte er in seiner Predigt. Die Gläubigen müssten die «Taufe wiederentdecken als eine lebendige Quelle, neue Energie aus dem Ursprung unseres Glaubens und unserer christlichen Erfahrung schöpfen». Als Zeichen der Bedeutung dieses Ritus taufte Franziskus während der Liturgie zehn Gläubige unterschiedlicher Nationalität.