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Der Catholica-Beauftragte der lutherischen Kirchen, Friedrich Weber, erwartet vom Papstbesuch in Deutschland «ein deutliches Wort» zur Situation der konfessionsverschiedenen Ehen.

 Er halte es «für an der Zeit, dass da etwas kommt», sagte Weber in einem Gespräch mit Lesern der «Braunschweiger Zeitung» (Dienstagsausgabe). Die evangelische Kirche drängt seit langem darauf, dass Protestanten offiziell gemeinsam mit ihrem katholischen Ehepartner an der katholischen Eucharistiefeier teilnehmen können. Katholiken ist die Teilnahme am evangelischen Abendmahl erlaubt.

 Benedikt XVI. wird im September in der Bundesrepublik erwartet. «Wir haben da nichts vorzuschreiben, aber Erwartungen kann man formulieren», sagte der braunschweigische Landesbischof Weber. Zudem erhoffe er sich vom Papst beim Besuch des Augustinerklosters in Erfurt, in dem Martin Luther noch als Katholik studiert habe, ein Wort zur Bewertung der Reformation. Es geht dabei nach den Worten Webers um die Frage, ob sie nur eine Spaltung der Kirche oder auch eine Befreiung aus deren Gebundenheiten und Verkrustungen gewesen sei.

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 Weber ist der Ökumene-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Dem Kirchenbund, der die Einheit unter den deutschen Lutheranern fördern möchte, gehören acht lutherische Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) an.

(Quelle: epd)