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Gottesdienste per Livestream gibt es dieser Tage viele. Aber mit einer Dorfsprechanlage? Das ist ungewöhnlich. Jedoch so geschehen in Neunkirchen im Westerwald. In dem Dorf sind seit den 1960er Jahren rund 30 Lautsprecher montiert, wie die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau berichtet. Seit Gründonnerstag nutzt Pfarrerin Anja Jacobi das altehrwürdige Gerät im Rathaus, um live einen viertelstündigen Gottesdienst zu übertragen. Die Kurzandacht beginnt immer mit einer Orgelmusik. „Danach gibt’s einen kurzen geistlichen Impuls; ich lese einen Psalm, spreche ein persönliches Gebet und schließe mit dem Vaterunser und dem Segen“, sagt die Geistliche im Interview mit der Kirche. Obwohl Gottesdienste nun wieder erlaubt sind, will sie die Inputs über die Sprechanlage weiter fortführen.

Auch sonst wird die Technik im Dorf noch gelegentlich genutzt, beispielsweise bei Festen und für Vereine. Jedes Neujahr schallt darüber beispielsweise ein Ständchen. Die meisten der Neukirchener freut ihre Lautsprecheranlage. Nur manche seien davon genervt, heißt es im Artikel. „Die sagen: Wenn ’ne Durchsage kommt, schmeiß‘ ich aus Protest den Rasenmäher an“, zitiert die Kirche den Ortsbürgermeister Hartmut Schwarz. (nate)

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Dass ist echt einer Superidee. So können auch Menschen eine Predigt hören, die im Moment nicht in die Kirche dürfen.

    Ein echter Trostspender in schweren Zeiten.
    Wenn die Dame nichts dagegen hat, würde ich es gern unserem Pastor vorschlagen.

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