Reportage: Pastorin ohne Augenlicht (chrismon)

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Wie lässt sich als Pastorin eine Hochzeit gestalten, wenn einem das Augenlicht fehlt? Diese Frage stellte sich die Zeitschrift „chrismon“. Einen Tag lang begleitete Journalistin Wiebke Schönherr die erblindete Christina Ernst. Dabei ist ein rührendes Porträt entstanden.

Wirklich froh war die Gemeinde in Twistring anfangs nicht über die neue Bewerberin auf die Pfarrstelle. Obschon mit Einser-Abitur und abgeschlossener Promotion bestens geeignet, konnte sie eben nicht sehen. Ernst setzte sich 2015 gegen die kritischen Stimmen durch und wurde als Pastorin angestellt. Heute, drei Jahre später, ist die kleine Gemeinde mit ihrer geistlichen Hirtin überglücklich.

Die Reportage skizziert, wie sich die Erblindete ohne ihre Augen im Alltag zurechtfindet. Statt den Anzug des Bräutigams zu sehen, ertastet sie ihn eben. Stimmungen spürt sie, ganz ohne Gesichtsausdruck. Der Fokus liegt schlichtweg auf anderen Sinnen. Ganz klar zeigt die Autorin: Ein fehlender Sinn muss im Pfarramt keinen Nachteil darstellen – ganz im Gegenteil.

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LINK: Der zweite Blick

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Typisch Deutsch, was ich nicht kenne, Schublade auf, rein mit den Neuen Und Schublade wieder zu. Dann weiter mit der geschlossenen Schublade herumgeistern.
    Dabei haben wir zwei, selber im Rollstuhl sitzend und sehr auf Hilfe vier angewiesen, am 30. April 1988 in einer Diakonischen Einrichtung auf der Karlshöhe zu Ludwigsburg uns von einer blinden frischgelernten Pastorin trauen lassen. Wir hatten es mit Absicht machen lassen, um zu zeigen dass vor Gott es völlig egal ist wer wem traut.
    Das Thema der Pastorin war bewusst von uns gewählt aus dem Römerbrief, Kapitel 8, Verse 37 bis 39. Die Pastorin las mit Blindenschrift die Bibelstellen und ihre Predigt vor und alle Gäste und Gemeindeglieder der Karlshöhe nahmen es mit Begeisterung auf.
    Leider haben wir keinen Kontakt zu dieser blinden Frau, denn wir wohnten dann im Allgäu in Isny.
    Ich kenne eine Evangelistin im Rollstuhl und auch einen Gemeindepfarrer der auch genauso arbeitet, wie jeder andere auch.
    Hören wir doch endlich auf mit den Schubbladendenken. Jeder im Gottes Reich ist wertvoll und kann mit Jesu Geist dem anderen dienen!
    Alles andere ist absoluter Unsinn! Mir wir nicht gut, wenn jemand anfängt, uns in irgendwelchen Denkmustern und Schubladen hinein steckt!!!
    Wie schnell kannst du im Rollstuhl oder Bett landen, wo du nie wieder rauskommst?
    Michael Agotz

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