Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat für den evangelischen Religionsunterricht Bildungsstandards vorgelegt.

 Leitziel des evangelischen Religionsunterrichts sei eine differenzierte religiöse Bildung, teilte die EKD anlässlich der Veröffentlichung eines Orientierungsrahmens für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I am Montag in Hannover mit. Der Religionsunterricht sei ein unverzichtbares Element der Bildungsverantwortung der EKD.

 Bildungsstandards existierten bislang auf Ebene der Kultusministerkonferenz (KMK) nur für Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und naturwissenschaftliche Fächer, hieß es weiter. Der Orientierungsrahmen für den Religionsunterricht benennt acht grundlegende Kompetenzen. Bezugspunkte seien die Erwartungen und Bedürfnisse von Jugendlichen, die christliche Überlieferung und Lehre, andere Religionen und Weltanschauungen sowie religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge im globalen Horizont, hieß es.

 «Parallel zu den Bemühungen auf der KMK-Ebene, die Qualität des Schulwesens zu verbessern und Anforderungen zu vereinheitlichen, haben auch die Kirchen ein Interesse daran, im Blick auf den Religionsunterricht zu größerer Gemeinsamkeit zu kommen», schreibt der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider im Vorwort. Der Orientierungsrahmen ziele «nicht auf allgemeine Normierung, sondern ermöglicht ein flexibles Eingehen auf die Erfordernisse in einem föderalistisch verfassten Bildungssystem».

(Quelle: epd)