Rezo: „Traue dich, o Christenheit!“ (Zeit)

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Rezo sitzt vor einem braunen Hintergrund.
Rezo ist für seine polarisierenden Meinungen bekannt. Foto: picture alliance/Henning Kaiser/dpa
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Der YouTuber Rezo ist seit seinem Video „Die Zerstörung der CDU“ vor den letzten Europawahlen deutschlandweit bekannt. Seit einiger Zeit veröffentlicht er Kolumnen auf Zeit Online. Die letzte sorgt in kirchlichen Kreisen gerade für Sprengstoff. Darin behandelt er das Verhältnis von Kirche zum Umweltschutz. Und die beiden Landeskirchen kommen dabei hervorragend weg: „Mit jeder Stunde, die ich auf kirchlichen Websites verbracht habe, schrumpfte mein Vorwurf, man wäre da irgendwie nicht deutlich genug.“ Viele Beispiele weiß er zu nennen, in denen Kirchen sich klar für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.

Allerdings, so der Kolumnist weiter, habe er lange Zeit nichts von dem Engagement der kirchlichen Institutionen gewusst. Und nimmt darauf die Presselandschaft in die Pflicht. Auch nach intensiver Suche habe er fast keine große Zeitung gefunden, die über die „Zehn Thesen zum Klimaschutz“, einen offenen Brief an die UN oder die Stellungnahme gegen die Klimapolitik der Bundesregierung berichtet habe: „Also, liebe Zeitungen, da geht mehr“, resümiert er.

Aber auch die Christen ruft er dazu auf, den Leitsätzen der Kirche zu folgen. Eine große Chance sieht er in Gemeinden, die Menschen erreichen könnten, die vom „Fridays-for-Future-Demoflyer“ nicht abgeholt werden. „Ich bin zwar kein Apostel, aber dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass Jesus es gutheißen würde, wenn Christen ihre Kritik an der Politik und den Feinden der Schöpfung lauter äußern, auf mehr Demos gehen und vehement an die christlichen Standpunkte erinnern, bis wir es alle mitbekommen haben, und die Politik, besonders die vermeintlich christliche, danach handelt. Ich hätte Bock drauf. Peace“, so sein Fazit.

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LINK: Traue dich, o Christenheit!

4 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Grundsätzlich stimme ich Rezo zu.

    Schön, dass da jemand nicht oberflächlich schreibt, sondern gründlich recherchiert und dabei Vorurteile abbaut. Nebenbei deckt er auch den zuweilen unfairen Umgang mit Christen und Kirche in den Medien auf.

    Ob die EKD zu wenig für Bewahrung der Schöpfung wirbt, das sieht vor Ort je nach den örtlichen Pfarrern vermutlich unterschiedlich aus. Auch besteht die Gefahr, dass das Evangelium von „Politik“ so überlagert wird, dass die Kirche ihren eigentlichen Auftrag vernachlässigt.

    Aber solange das Engagement für Umwelt- und Klimaschutz ein (sichtbarer!) Teil der Verkündigung des Evangeliums ist, also sowohl „Heil“ wie „Wohl“ der Hörer im Blick sind, ist alles in Ordnung.

  2. Da hätte ich auch Bock drauf!
    Christen, raus aus der gemütlichen Blase, raus in die Welt, in die Politik, in die Stadt auf die Straße. Mitgestalten, zusmammen hinterfragen, was wir mit unserem Lebensstil anrichten oder aufrichten. Was wir im Kleinen verändern können, worauf wir uns zurückbesinnen können, weil wir es verloren haben.
    So lange die Erde besteht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Und wir sind Teil davon.

    Korrektur:
    Rezos Video erschien kurz vor den Europawahlen, nicht Bundestagswahlen.

  3. Trau Dich ein Jünger Jesu zu sein!
    Rezo ist zwar kein Apostel, dennoch glaubt er zu wissen was Jesus gutheißen würde?!
    Lieber Rezo, „Traue dich, o Christenheit“ ist garnicht so schwierig, dem Zeitgeist folgen, das Kreuz Jesus mehrheitlich ablehnen, dem Jesus zu folgen, der nur Nächstenliebe predigt und der die „Fridays-for-Future-Bewegung unterstützen würde.
    Wenn wir dazu mal vergleichen was in 1.Könige 17+18 steht, als Elia die Menschen dazu auffordert sich zu entscheiden, ob sie Baal oder Gott folgen wollen, dann erkennen wir, dass es da um etwas ganz anderes geht.
    Ich glaube, dass die Bibel das kompetenteste Fachbuch, zu allen Fragen, rund um das Klima geht.
    Lesen wir mal was in 2.Chr.7, 13+14 steht: „Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, dass es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.
    In diesen zwei Versen wird quasi die Ursache und die Lösung für die Klimaproblematik beschrieben.
    So, jetzt möchte ich Dich auffordern ein Jünger Jesu zu sein!

    Wer möchte kann ja mal googeln: „Wie die Würzburger Grünen den Ob-Sessel erobern wollen“, geht um diegleiche Problematik.

    Lieber Gruß, Martin Dobat

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