Thorsten Latzel (50) wird neuer Präses der Rheinischen Kirche. Er tritt die Nachfolge von Manfred Rekowski an, der im März in Ruhestand geht.

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Der promovierte Theologe Latzel, seit 2013 Direktor der Evangelischen Akademie in Frankfurt am Main, setzte sich im ersten Wahlgang mit 113 von 190 Stimmen gegen den aus Bayern stammenden Theologieprofessor Reiner Knieling und die Superintendentin des Kirchenkreises an Sieg und Rhein, Almut van Niekerk, durch. Der Präses vertritt die Landeskirche in der Öffentlichkeit und übt den Vorsitz in Landessynode und Kirchenleitung aus. Latzel ist der erste leitende Geistliche der nicht aus dem Gebiet der Landeskirche stammt.

„Menschen im Leben und Glauben stärken“

In seiner Vorstellungsrede hatte Latzel gesagt, er brenne für die evangelische Kirche als weltoffene Gemeinschaft mit einem freien Glauben, der mit einer hohen sozialen Verantwortung einhergehe. „Unsere Aufgabe ist es, als Kirche Ort der Hoffnung für die Welt zu sein.“ Dabei gehe es nicht um die Frage „Wie kommen die Leute zu unseren Angeboten?“, sondern: „Was können wir tun, um Menschen in ihrem Leben und Glauben zu stärken? Dazu müssen wir sie fragen: persönlich, zu Hause. Und wir sollten mit den 20- bis 40-Jährigen anfangen.“

Thorsten Latzel ist der jüngere Bruder des konservativen Bremer Pfarrers Olaf Latzel, von dessen Positionen er sich distanziert. Er studierte Theologie in Marburg und Heidelberg und war Pfarrer in Erlensee-Langendiebach (Kurhessen-Waldeck). Latzel ist unter anderem Mitglied der Bildungskammer der EKD.

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Der 62-jährige Amtsinhaber Rekowski, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, geht nach achtjähriger Amtszeit als leitender Theologe im März in den Ruhestand.

Die rheinische Kirche ist mit rund 2,4 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Sie umfasst 37 Kirchenkreise mit 655 Gemeinden und erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland.

13 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Wir stehen weltweit als EIN Leib CHRISTI!
    Warum distanziert sich der jüngere Bruder von seinem aus Glaubensgründen verfolgten Bruder in CHRISTUS?

    • Lieber Ephraim Lorenz,

      Sein Bruder als der neu gewählte Kirchenpräsident distanziert sich von seinem Bruder Olaf, weil der nicht für eine weltoffene Kirche eintritt, sondern für das Gegenteil. Dass Olaf Latzel aus Glaubensgründen verfolgt wird, halte ich für geradezu absurd. Er wurde wegen unsäglicher Äußerungen, die die Würde der betroffenen Menschen verletzt, von einem Gericht letztlich verurteilt.

  2. Schade , dass er sich von den Positionen seines älteren Bruders distanziert… verständlich wenn man auf der Leiter nach oben fallen will, denn das geht in der ev. Kirche nicht immer…

    sein Bruder, Olaf Latzel , steht mir im Glauben, der Verkündigung und der Authentizität weit näher, als das was ich bisher in der evangelischen Kirche gehört und erlebt habe und mir wünsche…. liebevollen Klartext an Hand der Bibel leben und verkünden… eben wie Jesus und Seine Apostel! …

    Liebe heißt nicht nur: „Oooh du Arme oder du Armer … es bedeutet Krebsgeschwüre zu erkennen und helfen sie zu entfernen! … so wie Jesus sagte: „… und sündige hinfort nicht mehr!“

    • Liebe Regina Brabant,

      ich dachte ich lese nicht recht und ich möchte auch nicht polemisieren, unfreundlich oder unchristlich sein.

      Aber die Positionen von Olaf Latzel und seine Haltung zu der Bibel, mit der naheliegenden Vermutung sie wortwörtlich zu nehmen (Verbalinpriration), kann man als aufgeklärter und konservativer Christ in keiner Weise teilen. Die Bibel wird von konservativ bis liberal von jederman ausgelegt, auch von mir als Nichttheologen und von jedem der einen Text liest. Und sie ist auch dazu da, ausgelegt zu werden – nämlich vom Neuen Testament und von Jesus Christus her. Wer dies nicht tut, kann sich so verheddern wie Olaf Latzel.

      Als Normalhetero tun mir die vielen Menschen leid, etwa wenn sie homosexuell oder divers sind – bzw. möglicherweise im falschen Körper stecken. Wer möchte in einer Gemeinde einigermaßen glücklich werden und die Chance erhalten sich für die Nachfolge Christi zu entscheiden, wenn er die Sprache und die Aussagen eines Dieners des Herrn so verstehen muss, dass er in den heiligen Hallen unserer Gemeinde (zumindest) unwillkommen ist.

      Sein Hass auf Homosexuelle, die ja an keiner Krankheit leiden und auch keine Sünde tun, weil sie so sind wie Gott sie erschuf , ist die eine Seite. Dass Latzel Frauen auf der Kanzel nicht duldet und ihnen auch kein Amt geben würde, passt andererseits zu seiner extremen Positionierung. Seine unflätige Sprache ruft dann aber jene auf den Plan, die Gewalt gegen Sachen betreiben. Das kann niemand für gut heißen, allerdings diese Menschen mit bösen Absichten zu provozieren ist nicht besonders intelligent. In der Gesamtschau ist die Empörung gegen diesen Pfarrer daher weder unchristlichkeit noch Bösartigkeit. Wenn die Apostel seinerzeit verbal so gewütet hätten wie ihr Nachfolger Latzel, hätten auch die Menschen mit einfachsten Gemüt nicht verstanden, was dies mit der von Jesus gewollten Liebe zu tun haben könnte. Dann wären wir als Kirche, wenn wir überhaupt existierten, eine Sekte. Nun braucht sich sein Bruder als neuer Kirchenpräses nicht für seinen Bruder entschuldigen, aber ihn überhaupt zu erwähnen, ist möglicherweise in diesem speziellen Fall falsch gewesen. Leider.

      Wenn sich fast alle Kolleginnen und Kollegen von Latzel distanzieren und erschrocken abwenden, ihn die Staatsanwaltschaft anklagt und ein Gericht auch verurteilt, liegt dies sicherlich nicht an der bösen Welt, sondern an ihm selbst. Ich habe auch keine Hoffnung, dass aufgrund von Herrn Latzels radikalem Fundamentalismus, der nichts mit der guten Botschaft von der Liebe Gottes und der Menschen untereinander zu tun hat, auf eine Versöhnung innerhalb der Bremischen Kirche zu warten. Aber ich würde es allen Christinnen und Christen dort und insbesonders Herrn Latzel von Herzen gönnen.

      Der Flurschaden in der Öffentlichkeit, und die unnötigen Gräben zwischen den Christen in der Kirche, werden leider nicht so schnell verheilen.

      • Pastor Olaf Latzel verkündigt das Evangelium als treuer Zeuge Jesu Christi, und einzig das bringt ihm dieses „Ungemach“ ein. Es ist keine ungeschickte Wortwahl, wenn man Sünde als Sünde bezeichnet. Evangelium ist radikal und es gehört absolut zu einer klaren Verkündigung, daß er diese Thematik ansprechen muss. Er hat Gottes Wort auszurichten und ist vor allem Gott verantwortlich, der unsere absolute Loyalität will. Das muss die oberste Prämisse sein. „Ach wie lieb, ach wie nett, bleibe nur, wie du bist, lese ich nicht im Evangelium. Das ist auch keine Liebe. Aber gerade das wollen die „Herrschaften“ , die ihn jetzt absägen wollen, gepredigt wissen. Unsere Gesellschaft ist sehr bemüht, niemanden zu beleidigen—-ausser GOTT !

        • Liebe Marita,

          so wie Gott mir in meiner Seele in vielen Jahrzehnten begegnet ist, in Glaubenserfahrung, ist er Liebe. Ich empfehle hierzu den 1. Korintherbrief im 13. Kapitel zu lesen. So wie Olaf Latzel hat Jesus nicht gepredigt und ist so nicht Menschen begegnet. Wenn Gott die Liebe ist, dann ist der langmütig und freundlich. Ein homosexueller Mensch ist genauso nicht wie ein diverser Mensch ein Sünder, weil er so empfindet wie ihn Gott ihn erschuf.

          Die Lehre von einem zornigen Gott ist eine Irrlehre, denn Gott ist Liebe und die Liebe nach dem Maßstab der Urgemeinde ist langmütig und freundlich. Gott will nicht eine absolute Loyalität, so wie man einem absolutistischen menschlichen Herrscher im Altertum diese Loyalität schuldet, oder die Todesstrafe verdient. Gott möchte, dass wir ihn und unseren Nächsten lieben wie uns selbst. Als Christ muss und darf ich vor Gott keine Angst haben, aber Demut vor seiner Liebe. Alles andere ist (leider) nur Ideologie. Der Gott meines Vertrauens wurde Mensch und Bruder, er trägt keine Krone und sitzt nicht als Regent auf dem Thron des Universums. Jesus hat uns den zärtlichen, mitfühlenden und mitleidenden Gott verkündigt, der ganz in ihm wohnte. Er ist der Friedefürst und seine Macht Liebe.

          Wir haben also beide sehr sehr unterschiedliche Gottesbilder, sie sich so unterscheiden wie Feuer und Wasser. Die lassen sich aber nach der ganzen Heiligen Schrift, in ihrer Auslegung von Jesus Christus her, immer überprüfen. Im Ewigen Leben wird sich auch
          herausstellen, wer das richtiger erkannte.

          Vor meinem Gott stehe ich immer wieder mit leeren Händen und darf jeden Tag aus der Vergebung leben. Mit dem Maßstab, mit dem ich andere messe, werde ich auch ich immer gemessen. Ich bin zudem davon überzeugt, wenn ich hier – zugegeben überspitzt -meine, dass ein guter Christ eher ein schlechter Christ ist. Denn wir mangeln immer des Ruhmes, den wir vor Gott haben sollten. Dass ist ein allgemeines Urteil des Himmels über uns Menschen und es ist phantastisch wenn ich glauben kann, dass Gott uns alle sehr liebt trotz unserer Fehler. Deshalb ist er am Kreuz für alle Menschen zur Erlösung gestorben.

          • Lieber Bernd Hehner,

            Gott ist Liebe, das ist vollkommen richtig. Doch das ist nur die halbe Wahrheit und somit auch eine Lüge! Sie vergessen das Gott ein Heiliger Gott ist.
            Wenn Gott nur Liebe ist:
            – Warum hat er Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben?
            – Warum vernichtete Gott Sodom und Gomorrah?
            – Warum vernichtete Gott das Leben auf der Welt durch eine Sintflut, bis auf Noah und seine Familie
            – Warum wurde das Volk Israel so oft von seinen Feinden bedrängt und geschlagen und durch große Not hindurchgehen?

            Es gäbe noch viele weitere Beispiele hinzuzufügen, die die Lehre der bedingungslosen Liebe Gottes widerspricht!
            Vergessen sie nicht diese Gerichte geschahen alle, weil die Menschen sündigten und sich gegen Gott auflehnten. Gott ist ein Gerechter Gott und duldet keine Sünde neben sich. Deshalb hätten wir alle den Zorn Gottes verdient.
            Doch Gott ist auch Liebe und sandte seinen Sohn Jesus Christus auf die Welt, um unsere Sünden am Kreuz zu tragen, damit wir durch den Glauben an Jesus Christus gerettet werden, aber nur durch Jesus Christus. Wer Jesus nicht nachfolgt ihn als seinen Erretter annimmt, wird verloren gehen. Der wird den Zorn Gottes zu spüren bekommen, dies ist keine Irrlehre sondern das wahrhaftige Wort Gottes. Dafür müssen sie nur einmal die Bibel lesen!

            Auch Jesus wurde zornig:
            – sehen sie sich die Tempelreinigung an (Joh.2,13-22) das Volk hatte den Tempel entheiligt
            – Gegenüber die Pharisäer (Bsp. Mk.3.1-12)

            Wenn Gott die Sünde einfach ignoriert und ihr erlaubt, weiterhin für immer Verwüstung in der Schöpfung anzurichten, dann wäre er nicht Liebe. Auch Homosexualität ist Sünde und für Gott ein Gräuel. Olaf Latzel hat dahingehend nichts falsches gesagt. Leider ist vielen Christen das Wort Gottes nicht mehr wichtig und nehmen sie nicht mehr als das an was es ist: „Als das Wort Gottes an uns Menschen“.

            Die barmherzige Liebe Gottes zu ignorieren, Christus abzulehnen oder den Erlöser zu verleugnen, der uns losgekauft hat, bedeutet, sich für die Ewigkeit dem Zorn Gottes zu unterwerfen, nicht seiner Liebe.

          • Noch ein Nachtrag, zu meinem vorherigen Kommentar, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Gott ist Liebe und liebt bedingungslos. Niemand kann etwas zu seiner Erlösung hinzufügen oder sie sich verdienen! Gott liebt alle Menschen. Doch heute wird viel über Liebe gepredigt, aber der richtende Gott wird außen vor gelassen. Liebe und der Zorn Gottes schließen sich nicht aus. Gott hasst Sünde und da er ein gerechter und liebender Gott ist muss er Sünde richten. Und der Lohn der Sünde ist der Tod. Wir wären schockiert wenn ein Gewaltverbrecher vor Gericht stände und die Richter ihn einfach freisprechen würden, als Argument der Liebe. Das wäre keine Liebende Handlung!
            Genauso muss Gott Sünde verurteilen und richten. Da Christus unsere Schuld/ Sünden am Kreuz getragen hat, stehen wir nicht mehr unter dem Zorn Gottes. Dazu muss aber jeder Mensch das Gnadengeschenk Gottes annehmen. Er muss eine Wiedergeburt erleben. Alle anderen Menschen, die dies nicht tun, bleiben unter dem Zorn Gottes!
            Heute haben wir noch Gnadenzeit und Gott hat noch nicht seinen Zorn ausgegossen, weil er will das noch Menschen gerettet werden, indem sie Jesus Christus in ihr Leben aufnehmen.

            • Dieser Artikel zeigt eindeutig, wie krank die Fantasie der Gläubigen ist, denen man seit Jahrtausenden diesen Unfug einredet, solange bis sie endlich recht haben.
              Dann haben zwar die Kirchen (Freikirchen) gewonnen, aber die Menschheit hat verloren.

          • Lieber Bernd Hehner, Christus wird siegen, was immer geschieht, aber ich kann mich nicht auf dem teuren Erlösungswerk Jesu ausruhen, es in Anspruch nehmen und gleichzeitig Gott entehrende Leidenschaften und sündhafte Handlungen dulden. Lesen Sie Judas 7 ! Ernste Worte ! Es gibt für Betroffene immer einen Weg zur Umkehr, aber nur, wer seine Verlorenheit erkennt, braucht einen Retter. Die Bibel sagt, wir sollen des Fleisches Geschäfte töten, und nicht Gefallen an uns selber haben. Will ich das ? Oder will ich mir selber leben ? Jesus will heilen und ist immer bereit dazu. Natürlich hat jeder die Freiheit, zu tun wie er will, Jesus spricht das immer wieder an: Wie weit willst du gehen mit mir, wieviel willst du nehmen von mir ? Manche sagen, ja, ich habe Gebiete in meinem Leben, da darf Jesus nicht reinschauen, da will ich selbst bestimmen, es nicht loslassen. Das will ich behalten, aber wir können nur auf der Ebene des Geistes leben oder auf der Ebene des Fleisches. Es gibt nichts dazwischen. Aber auch inmitten unserer Fehlschläge trägt uns seine Gnade. Jesus will auch Fehlsteuerungen im Körper freisetzen und uns in seine Erblinie bringen, dann bekomme ich DNA von Jesus. Jesus ist eine KLASSE für sich in seiner Reinheit und Heiligkeit, er forderte Mose am Dornbusch auf, seine Schuhe auszuziehen. Er fordert auch Josua auf. Warum ? Weil die Begegnung mit dem Heiligen Gott Demut und Respekt benötigt und nicht mit altem, schmutzigem Schuhwerk begangen werden kann. In Markus 11 Vers 16 steht ein Satz, der mich immer wieder neu betroffen macht : Und ER (Jesus) ließ nicht zu, daß jemand etwas durch den Tempel trüge ! Was halte ich in Händen, das ihm nicht gefallen kann !? Der herrliche Schöpfer beugt sich nicht den billigen Mustern unserer oft armseligen Gedankenwelt .Ich halte meine Lebensumstände für wichtig, doch das sind sie nicht, es geht nur um IHN ! Ich für mich möchte, daß mein Leben nicht das Profil des „Lauwarmen“ trägt, ich möchte die ganze Fülle. Gott respektiert die menschlichen Entscheidungen, wir aber müssen die Folgen respektieren. Alle erhalten, was sie gewählt haben. Wir sind vor allem Gott verantwortlich. Das ist vielen Menschen zu unbequem und zu anstrengend. Wir können uns Christus nicht zuwenden, wenn wir uns nicht von DEM abwenden, was IHM missfällt. Aber in grosser Treue wartet er auf uns. Ich weiss wohl, wir hätten doch so gerne einen „Wellness–Gott“, aber Jesus will uns MEHR sein. ER will uns tiefe Erfüllung schenken. Gottes Segen !

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