Samuel Krauter
Samuel Krauter (Foto: Mülheimer Verband / Jens Meinikheim)

Der 38-Jährige Pastor Samuel Krauter tritt die Nachfolge von Ekkehart Vetter an, der das Amt seit 2003 ausgeübt hatte. Die Wahl war eine Premiere.

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Die Mitgliederversammlung, die erstmals digital durchgeführt wurde, wählte Krauter einstimmig. Als Präses wolle er weiter dazu beitragen, „dass Gemeinden in Deutschland und darüber hinaus wachsen, die Liebe Gottes weitergeben und so Hoffnungsträger für unsere Welt sind“, sagte der 38-Jährige.

Krauter wurde 1982 in Stuttgart geboren, zog aber mit 14 Jahren mit seiner Familie nach Australien. Nach seiner Rückkehr studierte er von 2004 bis 2010 evangelische Theologie in Tübingen. Gemeinsam mit seiner in Australien geborenen Frau Alisha leitet er als Pastorenpaar die Ekklesia-Gemeinde in Rot am See. Diese Aufgabe will er auch weiter fortführen.

Ekkehart Vetter: „Dankbar für erfüülte Zeit“

Vetter (64) hatte das Amt auf eigene Anregung hin abgegeben, um den Verjüngungsprozess im Vorstand des Mülheimer Verbandes zu fördern. „Ich bin super dankbar für diese ge- und erfüllte Zeit“, resümierte Vetter auf seiner Facebookseite. Es mache Freude, den Staffelstab an Krauter weiterzureichen. Der 64-Jährige will sich jetzt verstärkt auf die Arbeit in seiner Kirchengemeinde in Mülheim konzentrieren. Er bleibt außerdem ehraenamtlicher Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz.

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Der Mülheimer Verband ist nach eigenem Verständnis eine evangelikal-charismatische Freikirche und hat nach eigenen Angaben 4.745 Mitglieder in 44 Gemeinden. Dazu kommen gut 2.600 Kinder und Jugendliche (Stand 2019). Der Verband ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF).

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Samuel Krauter als Brückenbauer

    Wenn Samuel Krauter mitarbeitet aus den vielen Kirchen und Konfessionen weltweit eine Einheit in der Vielfalt zu schaffen, dann ist er auf dem richtigen Weg. Trotz aller Krisenmeldungen aus den Kirchen, betreffend Mitgliederschwund auch bei freikirchlichen Gemeinden, scheint die weltweite Christenheit doch enger zusammen zu rücken. Im großstädtischen Arbeitskreis der christlchen Kirchen (ACK) beten daher Gläubige aus vielen Gemeinschaften zusammen, beispielsweise auch mit neuapostolischen Christen. Wer ein geistliches Verständnis von Gott besitzt und seiner Liebe glaubt und vertraut, wird Dogmatismus relativieren und auch den Hang, im Besitz einer absoluten Erkenntnis bzw. Wahrheit zu sein. Gottes unvollkommenes Bodenpersonal ist wie eine bunte Blumenwiese. Als Unterschiedliche können wir voneinander lernen, man muss sich ja bei den Menschen mit einem anderen Gesangbuch nicht das Problematische herauspicken. Der Heilige Geist wird die weltweite Christenheit zu einer Einheit in der Vielfalt zusammenführen: Wenn wir ihm keine Knüppel zwischen die Beine werfen.

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