Sefora Nelson: „Denn du hörst mich“

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Wie oft sprechen wir das Vaterunser, sind uns aber der Bedeutung dieser Worte gar nicht bewusst? Wie beten wir? Und was ist das eigentlich – Beten? Sefora Nelson zeigt in eindrücklichen Bildern auf, dass es dabei um die eigene Beziehung zu Gott geht. Im Vaterunser sieht sie eine Einladung an uns, IHN, unseren Vater, besser kennenzulernen. Vers für Vers bringt sie uns deshalb die Bedeutung dieses Gebets und damit auch seinen Urheber nahe. Indem sie humorvoll und authentisch von ihren eigenen Erlebnissen erzählt und biblische Geschichten in einer erfrischenden Weise in unser Hier und Jetzt überträgt, wird dieses Gebet lebendig und verständlich. So begegnen wir zum Beispiel immer wieder Sepp aus dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Sohn. Wir begleiten ihn, wie er seinen Vater verlässt, sein Leben lebt und schließlich reumütig zurückkehrt, und bekommen mit ihm ein Gespür, was Sohnschaft, Versorgung, Schuld und Versöhnung bedeuten.

„Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“ ist sicherlich der Teil des Vaterunsers, der am schwierigsten zu verstehen ist und am meisten Verwirrung stiftet. Sefora Nelson gelingt es, diese Sinneinheit nachvollziehbar zu erklären, doch leider bleiben immer noch Fragen offen bzw. werden neue Fragen aufgeworfen.

Die Kapitel haben einen Umfang von ca. 5 bis 15 Seiten, sind aber kurzweilig und leicht zu lesen. Sie könnten gut als Impulse für die eigene Andacht verwendet werden, zumal sich am Ende der Kapitel oft Fragen finden, die zum Nachdenken anregen. Immer wieder unterbrechen Liedtexte von Sefora Nelson, die auf gesonderten Seiten abgedruckt sind, den Lesefluss. Sie passen immer thematisch zum eigentlichen Lesetext und haben selbst Gebets-Charakter. Eine schlichte, aber ansprechende Gestaltung im Inneren des Buches rundet den Lesegenuss ab.

Von J. Henle

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-9573454-5-5
Seitenzahl: 160
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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2 DIREKT-KOMMENTARE

    • Liebe Dorothea,

      klar können Sie das Buch auch zur Konfirmation verschenken. Es hat einen so einfachen, schnörkellosen Schreibstil dass es auch junge Menschen gut lesen können.

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