Muslim zieht Kandidatur als CSU-Bürgermeister zurück (SPIEGEL)

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Sener Sahin
Sener Sahin, Foto: pictura alliance / dpa / privat
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Der 44-jährige Muslim Sener Sahin hat seine Kandidatur als Bürgermeister im Landkreis Donau-Ries in Wallerstein zurückgezogen. Er wollte eigentlich für die CSU in die Kommunalpolitik einsteigen. Jedoch bekam er innerhalb der Partei Gegenwind, der ihn zum Rückzug bewogen hat. Die Parteimitglieder der CSU wollten keinen Muslim als Bürgermeister. SPIEGEL führte mit ihm ein Interview.

Sahin zeigt sich darin enttäuscht über die fehlende Unterstützung innerhalb der Partei. Er nehme Probleme bezüglich seines Glauben wahr. Auf Nachfrage des SPIEGELs äußerte Sahin die Ansicht, dass es „schwach und traurig“ sei, dass die Religionszugehörigkeit „wichtiger ist als die Eignung oder Motivation“. Nach seinem Rückzug verabschiedet sich Sener Sahin von der Kommunalpolitik. Er wird nicht der CDU beitreten und möchte lieber zur Normalität zurückkehren.

LINK: Sener Sahin zieht seine Kandidatur als Bürgermeister zurück

7 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Ehrlich gesagt wundert es mich, dass ein Muslim unbedingt Bürgermeister werden will. Natürlich ist seine Religionszugehörigkeit wichtig, ich glaube nicht, dass in einem muslimischen Land ein Christ Bürgermeister werden kann. Das finde ich zwar auch traurig, aber das ist ein Fakt. Nicht nur dass, Christen werden in muslimischen Länder brutal verfolgt. Also was sollte ein Muslim als Bürgermeister machen? Er wird vor allem seine Landsleute im Bau von Moscheen und die Einführung von Koranschulen unterstützen. Hat er überhaupt ein Programm vorgelegt, was er als Bürgermeister konkret sich vorstellt? Das würde mich schon interessieren und ob er es dann einhält, ist die andere Frage. Ein gläubiger Moslem in einer Stadt mit „Ungläubigen“…. und dann noch in der CSU.. ist das nicht eine christliche Partei??? Ich kanns nicht fassen, dass es überhaupt so weit kommen konnte!

    • > Er wird vor allem seine Landsleute im Bau von Moscheen und die Einführung von Koranschulen unterstützen.

      Herr Sahin ist gebürtiger Bayer. Ich weiß ja nicht, ob seine Landsleute, also die Einwohner von Donau-Ries, jetzt ein Moscheebauprogramm wollen. Habe ich jedenfalls noch nicht gehört.

      Und zur CSU: Die haben ihn gebeten zu kandideren, nicht umgekehrt. Ein erfolgreicher Untrenehmer, der sich ehrenamtlich engagieren will, passte wohl vielen sehr gut ins Bild, zumal er wohl auch privat sehr engagiert ist. Dazu verheiratet (au weia, mit einer Christin), 2 Kinder.

      Ich habe selten einen so intoleranten Kommentar gelesen, der derart voller Vorurteile ist und bar jeden Faktenwissens.

      Schon mal was von ‚falsch Zeugnis reden‘ gehört, wenn man hier auf besorgte Christin macht?

    • Hallo Bea,
      eigentlich ist die CSU dem Namen nach eine christliche Partei!!!!
      Sie ist aber weder christlich noch sozial wie Du sehen kannst, denn wie könnte sonst ein praktizierenter Moslem in die Partei aufgenommen werden ?=?
      Und wie kann ein praktizierender moslem überhaupt auf die Idee kommen Mitglied in einer „christlichen Partei“ zu werden – Dastimmt doch auf beiden Seiten etwas nicht ????

      • Vermutlich ist dir nicht klar, was christliche Partei in Deutschland bedeutet.

        Es bedeutet nicht, dass es eine Partei nur für Christen ist (das wäre wahrscheinlich sogar verfassungswidrig) sondern dass es eine Partei ist, die sich den christlich-ethischen Werten verpflichtet fühlt und der christlichen Tradition in unserem Land.
        Gleichzeitig aber -und das schließt sich für Demokraten auf keinen Fall aus sondern muss sich ergänzen- sind die CDU und CSU auch dem Grundgesetz und der dort festgeschriebenen Religionsfreiheit verpflichtet.

        Gerade die von der CDU/CSU vertretenen konservativen Werte dürften dem Werteverständnis vieler Muslime bei uns im Land entsprechen.

        Wir haben hier keine Theokratie und das will auch keine im Bundestag vertretene Partei.

        Und jetzt müssen du und Bea ganz tapfer sein: Es wird wohl demnächst einen muslimischen CSU-Bürgermeister-Kandidaten geben:
        https://www.br.de/nachrichten/bayern/neufahrn-muslim-vor-nominierung-als-csu-buergermeisterkandidat,RnT1C37

        Zusammengefasst: Nicht muslimische Kandidaten sind das Problem sondern Bürger, die diesen entgegen der Verfassung und unter bösartigen Unterstellungen pauschal die Eignung dafür absprechen.
        Hier kandidieren doch keine Al-Kaida-Kandidaten. Obwohl so mancher Christ da offensichtlich nicht differenzieren kann oder will.

  2. Für’s Protokoll (und vielleicht zum besseren Verständnis): Sahin ist gar nicht CSU-Mitglied, sondern wurde von der CSU gebeten, für sie als Bürgermeister zu kandidieren (und bei Erfolg in die CSU einzutreten). In der Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein mit 3 Gemeinden und rund 5.800 Einwohnern hatte die CSU im letzten Gemeinderat nur 4 von 16 Sitzen, jetzt sind es 3 von 16. Der bisherige Bürgermeister von der Parteifreien Wählergruppe PWG wurde mit 91 % der Stimmen im Amt bestätigt. Details: http://www.markt-wallerstein.de/index.php/wahlen-2020

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