Wegen Corona haben zahlreiche Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Nichts YouTube- und Instagram-Kanäle eröffnet und versuchen sich an digitalen Predigten. Daran gibt es viel Kritik. Zu unrecht, findet Bertram J. Schirr auf Theopop. Denn auch wenn die Versuche oft verbesserungswürdig sind, machen sie die Vielfalt der protestantischen Kirche doch erst deutlich

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3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Bezeichnung Show-Frömmigkeit ist arrogant

    Die Online-Gottesdienste über alle Konfessionsgrenzen und Frömmigkeitsformen hinweg – auch die für die eigene Gemeinde und die zufällig Zusehenden gemacht – sind ein Wuinder: Weil sich soviele Menschen beteiligen und – seien sie vorallem
    Berufschristen oder auch nicht – sich an keine Dienstanweisung oder speziell für diese weltweite Pandemie vorgefertigte Strategie halten können. Daß dies eine PfarrerInnen-Zentrierung zweifelsfrei wiedergibt, ich schon deshalb ungerecht, weil es teilweise gar nicht anders funktionieren kann und zweitens, weil viele Aktivisten aus den Gemeinden im Forder- und Hintergrund, auch mit der Technik, dieses zustande bringen. Das eigentliche Wunder besteht darin, daß man so schnell an vielen Orten und Stellen im Netz fußfassen konnte, in Nicht- Coronazeiten wären dafür unendlich lange Beratungs- und Planungszeiten erforderlich gewesen. Nun sind wir als Christen nicht besser und schlechter als andere Menschen, aber das Positive besteht vorallem darin, daß sich die Onlinebemühungen, das Evangelium unter die Menschen zu bringen, nahtlos einfügt in die bürgerschaftliche Hilfsbereitschaft, das Musizierungen und Darbringen von Kunst im Netz und vieles mehr.
    Die Töne und Laute, die in diesem Konzert der Daheim-bleiben-müssenden erzeugt und genossen werden, übertonen bei weitem die Weltuntergangspropheten, die Verschwörungstheoretiker und der Hassprediger aller Coleur. Dafür kann man dem Heiligen Geist danken. Wer dem Anderen damit dient, wenn er ihm hilft und mit ihm auch auf Abstand Gemeinschaft hat, der handelt nach der Bergpredigt, auch wenn er es selbst nicht weis und für sich in Anspruch nimmt. Wie lange auch die Coronazeit dauern wird, man darf sich wünschen, daß diese Früchte einer Krise, zu der auch das Mitgefühl rechnet, nicht in alle Winde entschwindet. Im Großen und Ganzen muss man auch den PolitikerInnen danken, daß sie – wenn überhaupt – derzeit wenig destruktiv streiten. Wenn wir irgendwann wieder ein einigermaßen normales Leben führen dürfen, dann sollte, was den unfriedlichen Streit, Populismus und ähnliches betrifft, in einem Bemühen münden, aus den verbalen Schwertern friedliche Pflugscharen zu machen. Ein Wunder ist zumeist nicht, wenn etwas naturgesetzwidriges geschieht, sondern unvermittelt das Gute doch größere Kräfte besitzt als der alltägliche Krieg des Desinteresses und des Jammerns über die _Defizite in unserem Wohlstand. Ein Brutto-Wohlfühlprodukt ist wichtiger als das Brutto-Sozialprodukt.

  2. Auch meine Pfarrei hat Videos veröffentlicht und ja, sehr hölzern. Aber autentisch und ehrlich. Und das ist gut so!

    • Lieber Fragender,
      Ist so wunderbar. Technische Probleme gibt es nach meiner Beobachtung meist beim Gesprochenen, offenbar taugen manche Mikrofone nicht immer gut für diesem Zweck. Aber hier ist immer auch zu bedenken, daß meist (vorallem technische) Laien am Werk sind. Gottes Segen und weiterhin gutes Gelingen und schöne Ideen.

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