Die Mitglieder der Band Sidewalk Prophets
Die Mitglieder der christlichen Band "Sidewalk Prophets" haben allen Grund zur Freude (Bild: Pressebild)

Seit rund 15 Jahren unterhält die amerikanische Pop-Rock-Band „Sidewalk Prophets“ ihr Publikum ziemlich erfolgreich. Doch Erfolg ist nicht das, wonach die Band strebt.

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Dave, in eurem neuen Song „Smile“ läufst du in einem lustigen Sport-Outfit durch Nashville, quatscht fremde Leute an und fragst sie, ob sie mit dir Tischtennis spielen wollen. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

Dave: Das war die Idee unseres Managers Ben – und ich fandʼs super! Ich habe als Kind gern Tischtennis gespielt und dabei viel Spaß gehabt. Tischtennis bringt mich zum Lachen. Und genau das haben wir beim Videodreh von „Smile“ erlebt. Die Passanten haben gelacht und sich gefreut.

In dem Song geht es darum, dass man sich immer freuen kann. Was hilft dir, wenn Dinge schief gehen?

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Da hilft mir mein Lieblingsvers aus Jakobus 1,2: „Wenn in schwierigen Situationen euer Glaube geprüft wird, dann freut euch darüber.“ Diese Worte sind echt herausfordernd, aber ich möchte sie für mein Leben annehmen. Es ist nicht mein Ziel, dem Glück nachzujagen. Denn das werde ich nicht finden. Ich möchte Gott nachjagen, der mir wahre Freude schenken möchte. Diese Freude ist mit einem tiefen Frieden verbunden, den ich spüre, selbst wenn Dinge schief gehen.

Wie bist du zum Glauben gekommen?

Als ich 16 Jahre alt war, sagten mir meine Eltern, dass sie sich scheiden lassen würden. Für mich brach damals eine Welt zusammen. Ich bin weinend ins Auto gerannt und einfach losgefahren. Ich wusste nicht, wohin. Ich schaltete dann das Radio ein und es lief ein christliches Lied. Der Text hat mich total berührt. Gott hat in diesem Moment das Radio genutzt, um mir zu zeigen, dass er mich liebt. Kurz darauf war ich zum ersten Mal auf einer christlichen Freizeit und habe dort mein Leben Gott gegeben. Auf der Freizeit merkte ich auch, dass Gott mir eine Gabe gegeben hat, das Singen. Davor war ich total unsicher und dachte, dass ich nicht gut singen könnte.

Was würdest du deinem 16-jährigen Ich heute sagen?

Ich würde ihm sagen, dass schlechte Tage ganz normal sind. Aber Jesus steht immer hinter dir und liebt dich bedingungslos. Wenn du auf dem Boden liegst, bereitet er dich darauf vor, dass du wieder aufstehst. Nach der Scheidung meiner Eltern habe ich mir viele Vorwürfe gemacht. Ich habe über Dinge nachgedacht, über die ich keine Kontrolle habe. Heute weiß ich, dass ich diese Dinge Gott abgeben darf. Wenn neue Herausforderungen kommen, ist er da. Gott liebt mich noch viel mehr, als ich es erahnen kann.

Ein paar eurer Instrumente tragen den Schriftzug „Psalm 150“ – was bedeutet euch dieser Psalm?

Psalm 150 war schon immer ein Text, den ich sehr mochte. Als Band haben wir mal einen Preis gewonnen und ich sollte eine Dankesrede halten. Ich dankte meinen Eltern, meinen Bandkollegen – und merkte dann, dass ich die Bibel mit auf die Bühne genommen hatte. Also dachte ich, dass ich auch etwas daraus vorlesen sollte. Ich wusste nur nicht, was. Ich öffnete sie und sah sofort Psalm 150. Im letztens Vers heißt es: „Alles, was atmet, lobe den Herrn! Halleluja!“ Und das ist es, was wir als Band machen wollen: Gott loben. So wurde dieser Psalm zu unserem Band-Motto. Ich wünsche mir, dass sich jeder Mensch morgens die Zeit nimmt und diesen Psalm liest. Das dauert keine Minute. Aber es kann so viel verändern. Man begreift: Selbst, wenn man nicht weiß, wie der Tag wird – man hat Luft in der Lunge und allein das ist ein Grund, Gott zu loben.

 


Dieses Interview führte Mitchell Eldridge für das Magazin Teensmag (Ausgabe 06/2020).Teensmag erscheint sechsmal im Jahr im SCM Bundes-Verlag, zu dem auch Jesus.de gehört.

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