Simone Heintze, Julia Fiedler: „Wäre schön blöd, nicht an Wunder zu glauben“

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Dieses Buch ist die Geschichte von Simone Heintzes Kampf gegen den immer wiederkehrenden Krebs. Schon das Vorwort und der Prolog nehmen den Leser gefangen. Der Leser ist mittendrin in der berührenden und ergreifenden Lebensgeschichte dieser mutigen Frau. Wie viel kann ein Mensch ertragen? Die Scheidung von ihrem Mann läuft gerade, der geliebte Vater stirbt trotz vieler Gebete und viel Glauben, als sie die Nachricht bekommt, zum vierten Mal an Krebs erkrankt zu sein. Gott, warum lässt du das zu? Warum trifft das alles mich, eine 47-jährige gläubige Frau, die doch schon so viel mitgemacht hat? Diese Fragen stellt sich Heintze.

Simone Heintzes Leben ist ein einziger Überlebenskampf: Viermal Krebs, erst Lymphknotenkrebs als 13- und 16-jährige, dann Brustkrebs – viermal Chemotherapie und Bestrahlung, Antihormontherapie, Immuntherapie, Brustimplantate, anschließend komplette Brustamputation – sie hat alles mit- und durchgemacht. Volles Programm. Unverblümt und schonungslos ehrlich berichtet sie von ihrem Kampf gegen den Krebs. Sie beschreibt ihre verschiedenen Therapien sehr detailliert mit allen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Haarverlust, Herzversagen, Kurzatmigkeit, Kraftlosigkeit, Depression etc. Sie schreibt aber auch von Gottes Hilfe, von seinem Reden, von seinen Wundern, die sie immer wieder ins Leben zurückholen.

Bewundernswerte Autobiografie

Dieses Buch ist nicht nur informativ, sondern auch sehr beeindruckend. Mit welchem Mut Simone Heintze gegen ihre Krankheit kämpft, ist bewundernswert. Durch die Autobiografie gewann ich einen guten Einblick in die Therapien mit ihren Nebenwirkungen und Auswirkungen und kann jetzt Menschen mit dieser Krankheit besser verstehen. Ich kann nun eher nachvollziehen, was sie durchmachen müssen, mit welchen Gefühlen sie zu kämpfen haben, mit welchen Gedanken und Ängsten. Ich erkenne, wie die Angst vor dem Tod, vor einer neuen Therapie, vor Nebenwirkungen ihr Leben durchzieht. Wie Phasen voller Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung von Zeiten mit Hoffnung, Optimismus, Glauben und Vertrauen abgelöst werden. Und wie viel es hilft, umgeben von Menschen zu sein, die ermutigen und beten, wenn dem Kranken selbst die Kraft und der Glaube dazu fehlt. Dieses Buch kann Menschen helfen, Krebspatienten zu begleiten, und es kann auch Menschen helfen, die selbst von Krebs betroffen sind. Dieses Buch macht Mut und es animiert, sich ganz in Gottes Hände zu begeben.

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Trotz des schwergewichtigen Themas kommt immer wieder die leichte und humorvolle Persönlichkeit der Autorin zum Vorschein und hilft somit auch dem Leser, sich mit ihr über jeden kleinen Sieg zu freuen und für die kleinen Dinge des Lebens dankbar zu sein. „Diese bescheuerte Krankheit wird mir nicht die Freude am Leben rauben“, schreibt Simone Heintze und versucht, die schönen Momente des Lebens zu genießen. Damit macht sie kranken Menschen Mut, es ihr gleich zu tun und Strategien gegen die Krankheit und ihre Nebenwirkungen zu entwickeln.

Von Brigitte Keune

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-9573464-3-8
Seitenzahl: 272
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Schon diese Zusammenfassung ist erschütternd.
    Doch; Gibt uns gleich Hoffnung.
    Wie der der Psalmist sagte:
    „Viel muss der Gerechte leiden, / doch der HERR reißt ihn aus allem heraus. “ (Psalm 34; 20)

    Lukas 21;24: „Jerusalem wird so lange von fremden Völkern niedergetreten werden, bis auch deren Zeit abgelaufen ist.“
    Als diese Zeit 1948 abgelaufen ist, Israel, wie Jesus prophezeit hatte, wundersamer weise wieder auferstanden ist, sagte Ben Guiron, der erste Premeier Israels:
    „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“

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