Die Stadt Frankfurt am Main wird den 3. Ökumenischen Kirchentags 2021 mit fast fünf Millionen Euro. unterstützen. Neben einem Barzuschuss in Höhe von 3,9 Millionen Euro würden Sach- und Dienstleistungen in Höhe von bis zu einer Million Euro gewährt. Dies hat der Magistrat der Stadt beschlossen.
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„Der ökumenische Kirchentag spricht viele Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Religionen an. Die Stadt Frankfurt am Main sieht es daher als ihre Pflicht an, den offenen Dialog und die Stärkung des Zusammenhaltes unserer Gesellschaft zu unterstützen“, erklärte Bürgermeister Uwe Becker (CDU), der gleichzeitig auch Kirchendezernent der Stadt ist. Ursprünglich hatte die Stadt eine Summe in Höhe von 3 Millionen Euro eingeplant. „Aufgrund der Entscheidung, einen Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt stattfinden zu lassen, wurde die Zuschusshöhe angepasst“, heißt es in der Erklärung des Magistrats. Zum Vergleich: Die Stadt Dortmund wird den Evangelischen Kirchentag 2019 mit rund 2,7 Millionen Euro unterstützen.

Die öffentliche Finanzierung von Kirchentagen und Katholikentagen war zuletzt immer wieder kritisiert worden – zum Teil mit Erfolg. So hatte die Stadt Münster im März 2015 beschlossen, den Katholikentag 2018 nicht direkt finanziell zu unterstützen. Es sei „keine Aufgabe von Stadt, Land und Staat, religiöse Feste zu sponsern“, kritisiert Maximilian Steinhaus, Pressesprecher der Aktionsgruppe „Das 11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen“ die Frankfurter Entscheidung. Zudem sei die Stadt Frankfurt hoch verschuldet und weniger als die Hälfte der Einwohner (39 Prozent) gehörten einer der beiden großen Kirchen an.

Der 1. Ökumenische Kirchentag fand 2003 in Berlin statt, der 2. Ökumenische Kirchentag 2010 in München. In Frankfurt fanden bereits 1956, 1975, 1987 und 2001 Evangelische Kirchentage statt.