Bruce Wilkinson: Schöpfer der Träume

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Mein Traum, meine Berufung, meine Vision – wie auch immer man es nennen mag, laut Bruce Wilkinson trägt jeder Mensch so etwas in sich. Er stellt sich in seinem Buch als „Traumcoach“ vor und möchte dem Leser helfen, seiner persönlichen Sehnsucht näher zu kommen.

Das Buch besteht aus zwei Teilen: Der erste erzählt die Geschichte von „Gewöhnlich“, der sich auf den Weg aus dem Ort „Gewohnheit“ macht, um seinen „Großen Traum“ zu finden. Dabei erlebt er allerlei Hindernisse, die es zu überwinden gilt, aber auch Hilfe von verschiedenen Seiten. Ich halte diesen Teil für die große Stärke des Buches, weil man leicht in den Vergleich hineinschlüpfen und die Einzelheiten auf sich beziehen kann, was stark zum Nachdenken anregt. Ich musste mehrmals ein „Genau so ist es!“ seufzen und fühlte mich bestätigt, aufgebaut und auf meinem eigenen Weg begleitet. Es trafen zwar nicht alle Details auf mich zu, aber ich nahm mir die Freiheit, mir herauszuziehen, was auf mich passt. Unter diesen Voraussetzungen gab es viel Weisheit zu entdecken.

Im zweiten Teil geht der Autor noch einmal auf die einzelnen Abschnitte der Reise ein und erklärt, wie er sie gemeint hat. Das wirkt auf eine andere Art augenöffnend und ermutigend.

Ich ziehe dem Buch einen halben Stern ab, weil der Stil des Autors manchmal etwas effektheischend oder übertrieben auf mich wirkt. Trotzdem glaube ich, dass er meistens recht hat und vieles zur Verwirklichung des eigenen Traumes beitragen kann. Wilkinson ergänzt seine Argumente durch Beispiele aus der Bibel und seinem eigenen Leben, und man spürt ihm die Leidenschaft für seine eigenen Träume ab.

An „Schöpfer der Träume“ gefällt mir nicht nur das Cover, sondern auch die vielen Schätze des Inhalts. Das Buch inspiriert mich, auf dem manchmal unbequemen Weg in Richtung meines Traums durchzuhalten, auch wenn es eine Weile dauert oder sich mir etwas in den Weg stellt. Es gibt nach Wilkinson einen Schöpfer, der jedem Menschen Träume gibt und dann tatkräftig zur Seite steht, damit sie wahr werden. Der Autor hat ebenfalls das Buch „Das Gebet des Jabez“ geschrieben, auf das er ab und zu Bezug nimmt und das vom Thema her in eine ähnliche Richtung geht.

Von Judith Böttcher

Verlag: SCM Hänssler
ISBN: 978-3-7751-5810-7
Seitenzahl: 136
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