Studie: „Digitaler Kirchgang“ weiter stark gefragt

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Bild: shutterstock / Nattapat Jitrungruengnij
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Die große Mehrheit der Online-Gottesdienstbesucher wünschen sich eine Fortführung der digitalen Angebote über Corona hinaus. Vor allem mittlere Altersgruppen schätzen den „digitalen Kirchgang“. Dies hat eine Studie im Auftrag mehrerer Landeskirchen mit knapp 5.000 Befragten ergeben, wie jetzt mitgeteilt wurde.

Konkret haben 75 Prozent aller Befragten auch nach Ende des Lockdowns weiterhin an digitalen Gottesdiensten teilgenommen. Eine besonders hohe Zustimmung findet diese Form in der Altersgruppe der 41- bis 60-Jährigen. Viele nutzten das Online-Angebot intensiv und regelmäßig: Mehr als 80 Prozent der Befragten hatten mindestens vier Online-Gottesdienste besucht, 38 Prozent waren mindestens zehn Mal dabei. Dabei hatten 67 Prozent der Befragten vor Corona keine Erfahrung mit digitalen Gottesdiensten.

„Die Studie zeigt deutlich, dass die Online-Kommunikation auch im gottesdienstlichen Kernbereich der Kirchen nach Corona nicht mehr wegzudenken ist“, sagte Digitalisierungs-Experte Prof. Dr. Holger Sievert von der Hochschule Macromedia (Köln), der die Studie wissenschaftlich begleitet. Besonders erfreulich im Sinne digitaler Teilhabe sei, dass diese Entwicklung auch für höhere Altersgruppen gelte. „Daraus ergibt sich die Frage, was diese Momentaufnahme für das Verhältnis von Online- und Präsenzangeboten bedeutet und wie dieses Miteinander in Zukunft weiterentwickelt werden soll“, erklärte Sievert.

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Für die Zukunft wünschen sich die Befragten zu 83 Prozent regelmäßige Online-Gottesdienste – auch dann, wenn Präsenz-Veranstaltungen wieder in vollem Umfang möglich sind. Die Gottesdienste sollten laut Studie unter 45 Minuten lang sein und eine Mischung aus moderner und klassischer Musik enthalten. Zwar präferieren 40 Prozent der Teilnehmenden eine Live-Ausstrahlung gegenüber einer Aufzeichnung, aber die große Mehrheit von knapp 80 Prozent ist auch mit einem aufgezeichneten Online-Gottesdienst zufrieden.

An der von den Landeskirchen Baden und Württemberg initiierten Online-Befragung, der sich die Landeskirchen Hannover, Hessen und Nassau sowie die Kirche im Rheinland anschlossen, beteiligten sich im Juni und Juli 2020 insgesamt 4.767 Menschen.

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